Vienna Degrowth Tage // 20. - 25. November 2020

Transformation gestalten!

Gemeinsam wollen wir Wege in eine postkapitalistische Gesellschaft gehen. Auf der Online-Konferenz „Degrowth Vienna 2020“ diskutierten bereits mehr als 4000 Teilnehmer:innen. Arbeitszeitverkürzung, Ernährungssouveränität, transnationale Solidarität oder Wohnen sind nur einige der Bereiche, die ausführlich diskutiert wurden – hier wollen wir anknüpfen und gemeinsam konkrete Strategien entwickeln:  Deshalb finden vom 20. bis 25. November 2020 die Vienna Degrowth Tage statt. Sie bieten Raum zur Diskussion, Vernetzung und zum Lernen. Ähnlich zur Online-Konferenz wollen wir den Fokus auf Strategien für Degrowth und sozial-ökologische Transformation beibehalten. 

In der globalen Pandemie wurde erneut sichtbar, dass die vorherrschende, wachstumsabhängige Produktions- und Lebensweise verändert werden muss. Degrowth zeigt Visionen für eine Ökonomie, die unabhängig von Wirtschaftswachstum funktioniert und für eine echte demokratische Gesellschaft, die sich um das gute Leben für alle, statt um die Anhäufung von Kapital organisiert.

Für radikale Transformation braucht es nicht nur die Kritik der Zustände und Visionen für eine andere Gesellschaft, sondern auch Strategien, wie diese verwirklicht werden können. Wir freuen uns daher, bei den Degrowth-Tagen Strategien in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen thematisieren zu können.

Die Workshops und Panels beschäftigen sich mit folgenden Fragen:

  • Wie kann der Umbau der Wirtschaft demokratisch gestaltet werden?
  • Wie können wir sichergehen, dass die Transformation nicht auf dem Rücken von Beschäftigten und sozial Benachteiligten ausgetragen wird?
  • Was geschieht mit Finanzmärkten in einer sozial-ökologischen Transformation?
  • Wie kann wissenschaftliche Forschung dazu beitragen, gesellschaftliche Transformation zu konzeptualisieren, wenn sie sich selbst innerhalb der Logiken und Institutionen von Wettbewerb, Vermarktung und Wachstum bewegt?
  • Wie stellen wir uns globale Solidarität vor, wie können wir diese erreichen?
  • Wie können wir als Gesellschaft etwas am gegenwärtigen Zustand an Europas Außengrenzen ändern und Menschenrechte für alle geltend machen?
  • Wie hindert uns der Polizei-Gefängnis-Nexus an einer progressiven und radikalen Transformation und was sind mögliche Alternativen?
  • Welche Rolle spielt Kunst im Kampf für eine gesellschaftliche Transformation und wie können wir uns dabei praktisch einbringen?
  • Wie kann man die Organisation eines selbstorganisierten, leistbaren und regionalen Supermarktes praktisch in die Tat umsetzen?
  • und vieles mehr…

 

Strategien zusammenführen

Genauso wichtig wie die Diskussion einzelner Strategien ist die Thematisierung ihrer Zusammenführung. Wenn wir davon ausgehen, dass die Fragmentierung und Isolation einzelner Kämpfe eine Methode zur Erhaltung derzeitiger Machtstrukturen ist, müssen wir uns explizit mit der Frage beschäftigen, wie wir gegen diese Vereinzelung ankämpfen.
Wie können sich Initiativen durch ihre unterschiedliche Erfahrungen stärken, wo treten Widersprüche auf und wie kann mit ihnen produktiv umgegangen werden?
Wie können wir Bündnisse herstellen und Strategien vereinen, um eine demokratische sozial-ökologische Transformation zu erzielen?
Wie hat 2020 die Kämpfe und Möglichkeiten transformativer Praxis verändert?
Können Konzepte wie Degrowth oder die sozial-ökologische Transformation als gemeinsame Basis für ein Mosaik aus progressiven Ansätzen funktionieren?
Diese Fragen werden uns auf unterschiedliche Weisen durch alle Beiträge begleiten, vor allem aber werden sie Gegenstand unseres Abschlusspodiums “United We Transform” sein.

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