Programmüberblick

Änderungen im Programm vorbehalten.

PDF Kurz-Programm

Formate

Standard Session

Die Präsentationen sind frontal gestaltet und auf ein Zeitfenster von 20 Minuten für Präsentation und Diskussion beschränkt. Jede Sitzung wird 3-4 Beiträge enthalten.

Special Session (SP)

90-minütige Sessions, bei denen es sich entweder um Buchpräsentationen handelt oder bei denen eine Gruppe von Menschen zusammenkommt, um ein bestimmtes Thema zu diskutieren und zu erörtern, oft durch die Präsentation verschiedener Papers, aber auch in Form einer konzentrierten Debatte.

Workshop (WS)

Die Workshops sind partizipativ gestaltet und dauern 90 Minuten.

Panel/Podium

Die Panels (Podien) sollen den Inhalt der Konferenz umrahmen und finden daher im großen Saal mit unbegrenzter Teilnehmer*innenzahl statt. Sie dauern 90 Minuten und haben leicht unterschiedliche Formate, bestehen aber aus dem Input der Podiumsteilnehmer*innen, einer Podiumsdiskussion, der Interaktion des Publikums und einer moderierenden Person, welche das Panel leitet. Auf dieser Seite sind alle Podiumsgäste und Moderator*innen zu finden.

Consecutive Sessions (CS)

Konsekutive Sessions umfassen bis zu zwei 90-minütige Sitzungen innerhalb eines bestimmten Themenbereichs nach Wahl der gastgebenden Organisation. Die CS dienen dazu, verschiedene Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen eines Themenfeldes zusammenzubringen, um Strategien auszutauschen, zu diskutieren und weiterzuentwickeln.

Kunst und Kultur

Das Kunst und Kultur Programm am Abend besteht aus Filmvorführungen und Diskussionen, Live Musik und Auflegerei.

Detailiertes Programm

Alle Zeiten richten sich nach MESZ. Alle Sessions und Workshops bieten Platz für bis zu 100 Personen, sofern nicht anders angegeben.

FREITAG, 29. MAI - GESUCHT: STRATEGIEN FÜR DEGROWTH

[Panel discussion]
*Up to 5000 participants*

Die Notwendigkeit von Degrowth – Zeit zum Nachdenken über Strategien

Dieses Panel umreißt die Angemessenheit von Degrowth als adäquate Antwort auf die vielfältigen Krisen und hat die Reflexion über die Notwendigkeit von Degrowth zum Ziel, um die Rolle (und Analyse) der Strategie einer ernsthaften Betrachtung zu unterziehen. Wir werden auch den Beitrag dieser Konferenz zu den Strategieformulierungen von Degrowth erörtern.

Moderator*in: Laura Grossmann – Activist for climate justice, facilitator

Gäste:

  • Ulrich Brand
    Professor for International Politics, University of Vienna
  • Isaac ‘Asume’ Osuoka
    Social Action International
  • Susan Paulson
    Professor at Center for Latin American Studies, University of Florida (USA)
  • Brototi Roy
    PhD student Institute of Environmental Science and Technology, Autonomous University of Barcelona, Degrowth India Initiative

Sprache: Englisch mit Übersetzung ins Deutsche

[special session]
*Up to 5000 participants*

Über radikale soziale Reformen hin zu einer Gegen-Hegemonie?

Wie könnte Gegen-Hegemonie realistisch werden, die für einen demokratischen Übergang notwendig ist? Unsere These: Wir brauchen ein Bündel „nicht-reformistischer Reformen“ (Gorz), die an alltäglichen gesellschaftlichen Bedürfnissen und Problemen (Zeitdruck, Zukunfts- und Abstiegsängste, mangelnde Anerkennung etc.) anknüpfen und alternative Wege zu deren Befriedigung oder Lösung vorschlagen. Die Chancen und Barrieren dieser Strategie werden im Hinblick auf Grundeinkommen, Arbeitszeitverkürzung und Umverteilung des Wohlstands diskutiert und konkretisiert.

Presenters: Dr. Ulrich Schachtschneider (Basic Income Europe), Dr. Barbara Sennholz-Weinhard (Oxfam),Dr. Frank Adler (Sociologist), Jana Flemming (University of Jena), Dr. Ellen Ehmke (Oxfam)
Language: English with  translation to German


[special session]

Buchvorstellung: Degrowth in Bewegung(en)

Das Wachstum als aufkommende soziale Bewegung überschneidet sich mit radikalem Aktivismus für systemische Veränderungen wie Anti-Globalisierung und Klimagerechtigkeit, Commons und Transition Towns, Grundeinkommen und Buen Vivir. Das Buch „Degrowth in Bewegung(en). Die Erforschung von Transformationspfaden“ (Zer0 books, Juni 2020) reflektiert die aktuelle Situation sozialer Bewegungen und ihr Verhältnis zu Degrowth. In dieser Buchvorstellung stellen wir das Buch vor und diskutieren kritisch seine wichtigsten Ergebnisse mit 2 Autor*innen und einer*m Kommentator*in.

Presenters: Nina Treu (Konzeptwerk Neue Ökonomie), Matthias Schmelzer (Konzeptwerk Neue Ökonomie / University of Jena), Tadzio Müller (Rosa-Luxemburg-Foundation), Julianna Fehlinger (ÖBV / Via Campesina Austria), Brototi Roy (tbc) (Research & Degrowth / Degrowth India)
Language: English with translation to German


[workshop]

Seeds for Degrowth Futures: Transformation Strategies

In this workshop, participants will work with the following questions mainly in small groups: What do you see as “seeds” for degrowth futures? What are possible positive & negative consequences if these seeds became mainstream? What key strategies can we bring forward? It aims to give input into the conference themes, as well as critical reflection on complexities & uncertainties in working towards degrowth transformation.

Presenters: Sachiko Ishihara (Uppsala University), Nicholas Fitzpatrick (Uppsala University), Laila Mendy (Uppsala University), Aaron Tuckey (Uppsala University)
Language: English
Max. number of participants: 30


[workshop]

Agrowth, Degrowth, Postwachstum…Was!? Eine Einführung

In diesem Einführungsworkshop machen wir uns mit den Steigerungszwängen der kapitalistischen Gesellschaftsordnung und dem Denken von wachstumskritischen Ansätzen vertraut. Was sind die Ursprünge, Eigenheiten und Ziele der verschiedenen Strömungen? Dabei schauen wir auf Gefahren und Potentiale der verschiedenen Perspektiven für einen emanzipatorischen Wandel zum Guten Leben für Alle! Letztlich stellt sich uns dann die Frage: Lässt sich mit diesen Debatten was bewegen? Und wenn ja, was?

Presenters: Maria Paulitsch (Radix Kollektiv für transformative Bildung), Sven-David Pfau (Radix Kollektiv für transformative Bildung)
Language: German
Max. number of participants: 25


[workshop]

Beyond Crisis

„How to use the virus-induced situation to build up momentum for social-ecological transformation?“ was the questions of the conference BEYOND CRISIS, 17-18 April 2020, organised at the MA Eco-Social Design, Free University of Bozen/Bolzano, https://designdisaster.unibz.it/conference-beyond-corona-and-capitalism-17-18-april-2020/. The online conference was a „social un-distancing-experience“ a vibrant, empowering and productive coming together – not only as a set of interesting topics and talks. From the 23 workshops, ongoing working groups emerged. We will first share our experience in designing and organising such a lively online conference. Second, we will provide an overview of the topics and outcomes. Third, we will offer a workshop with the ongoing working groups „The Diverse Economies Resource Fund“ and „The Alliances Enabling Group“. We attempt to share our knowledge and tools, to build upon it together and to extend our network of transformation engaged actors.

Presenters: Kris Krois (MA Eco-Social Design, Free University of Bozen/Bolzano), Alastair Fuad-Like (MA Eco-Social Design, Free University of Bozen/Bolzano), Jennifer Schubert (MA Eco-Social Design, Free University of Bozen/Bolzano), Secil Ugur (MA Eco-Social Design, Free University of Bozen/Bolzano), Corinna Sy (Cucula), Bianca Elzenbaumer (Brave New Alps / Marie Sklodowska-Curie Fellow at Eurac Research), Milena Blandon (MA Transformation Studies, University of Flensburg), Flora Mammana (La Foresta / MA Transformationdesign, HbK Braunschweig)
Language: English
Max. number of participants: 30

[special session]
*Up to 5000 participants*

Die strategischen Horizonte der Bewegungen für Klima- und Umweltgerechtigkeit

Ziel unserer Session ist es, darüber nachzudenken, wie Klima-/Umweltgerechtigkeitsbewegungen einen strategischen Horizont für eine sozial-ökologische Transformation abstecken und wie ein fruchtbarer Dialog mit Theorien zu Staat, politischer Ökologie und radikalem Reformismus unser Verständnis dieser strategischen Horizonte in der gegenwärtigen Konjunktur verbessern kann.

Presenters: Christoph Görg (Institute of Social Ecology, University of Natural Resources and Life Sciences Vienna), Emanuele Leonardi (University of Parma), Luigi Pellizzoni (University of Pisa), Paola Laini (Institute for Multi-Level Governance and Development, Vienna University of Economics and Business)
Language: English with German translation


[workshop]

Orientierung in der Coronakrise: Mapping von Degrowth-Strategien

Die großen Umbrüche in und nach der Coronakrise stellen Degrowth-Bewegungen vor neue Herausforderungen. Einerseits müssen Errungenschaft verteidigt werden, andererseits eröffnen sich neue Spielräume für emanzipatorische Politik. Wir vom ILA-Kollektiv wollen diskutieren, welche Perspektiven für sozial-ökologische Transformation sich in diesen Zeiten eröffnen. In einem kollektiven Mapping begeben wir uns gemeinsam auf die Suche nach Interventionsfeldern und erfolgsversprechenden Strategien von Degrowth-Bewegung(en).

Presenters: Tobias Kalt (ILA Kollektiv), Anton Brokow-Loga (ILA Kollektiv), Jonas Lage (ILA Kollektiv)
Language: Deutsch
Max. number of participants: 30


[workshop]

Unleashing Fantasy for Transformation-Spekulation als Methode

Wir packen unseren Degrowth-Koffer und nehmen mit: Essays und spekulative Fiktion von Ursula K. Le Guin! Damit gehen wir auf (Traum-)Reise in Richtung Postwachstum. Unterwegs suchen wir nach Partner*innen, Geschichten, Strategien und Werkzeugen für die Große Transformation. Finden wir einen gemeinsamen „guten“ Weg – demokratisch, solidarisch, feministisch und suffizient? Und was können wir aus der derzeitigen Krise dafür lernen?

Presenters: Corinna Dengler (Universität Vechta), Jana Gebauer (Die Wirtschaft der Anderen), Luzie Scheinpflug (Universität Bayreuth), Florian Döhle (Universität Bayreuth)
Max. number of participants: 20
Language: Deutsch


[consecutive session]

Reflecting the alter-globalisation movement with the Movement Action Plan – Part 1

The current neoliberal world trade and investment regime is permeated by highly asymmetrical power relations. Dominated by corporations and countries of the Global North, it is pumping flows of goods around the globe at an ever faster rate, bringing our world to the brink of collapse. After 20 years of organisation and resistance, it is time to take stock: What’s the current state of the alter-globalization movement, are our strategies still working and in which directions should we go forward?

In this participatory workshop we will get an introduction to Bill Moyer’s Movement Action Plan and reflect on the state and potential pathways of this 20 year old movement.

Presenters: Attac Austria, Büro für Selbstorganisierung Wien
Language: English
max. number of participants: 30


[special session]

Book launch and discussion: Enacting community economies

The book „Enacting community economies within a welfare state“ introduces several Finnish community economies. These cases are discussed from the perspective of their relations with the institutions of a welfare state. How could states support community economies or even learn from them? When would inaction from the part of the state be preferred? After the presentations of the editors of the book, participants are encouraged to join the discussion. Find the book here.

Presenters: Teppo Eskelinen (University of Jyväskylä), Juhana Venäläinen (University of Eastern Finland), Tuuli Hirvilammi (University of Tampere)
Language: English

[standard session]
* up to 5000 participants*

Grenzen, Ethik, Unnachhaltikeit und Wandel

Sprache: Englisch mit Übersetzung nach Deutsch

The Awesome Life: Why Degrowthers Need to Talk about the Feeling of Entropy
Critical views of consumerism are widely shared among degrowthers. However, there is a risk of overlooking a particular affective dimension of consumption: the ‘entropic feeling’. The latter is triggered when we surpass the biophysical limits of our human body and come to enjoy the pleasures of dense energy, e.g. when we drive cars or drink coffee. Taking a critical and re-constructive stance towards what we call the ‘awesome life’ might increase the affective and strategic capacity of degrowth.
Presenters: Michael Deflorian (Institute for Social Change and Sustainability, WU Vienna), Karoline Kalke  (Institute for Social Change and Sustainability, WU Vienna) 

Verbindung von Degrowth mit epikureischem Hedonismus: Lust als politische Ethik der Grenzen
Die Sitzung wird die Beziehungen zwischen epikureischem Hedonismus und Degrowth untersuchen und zeigen wie eine solche Verbindung das Potential hat, den transformativen Vorschlag einer genügsamen Gesellschaft, die auf gemeinsamen einfachen Freuden, Beziehungsgütern und Freundschaft, Muße, Müßiggang und Entspannung basiert, zu bereichern und zu verfeinern.
Presenters: Roberto Sciarelli (Centre for Social Studies – University of Coimbra)

Kosmologien von Wachstum und Degrowth
Wachstum kann nicht als übergeordnetes Ziel aufgegeben werden ohne mit seinen kosmologischen Grundlagen zu ringen, mit der Art und Weise wie Phantasien von kontinuierlicher Expansion in die Erzählungen und Mythen eingewoben werden, die das moderne Leben organisieren. Ausgehend von anthropologischer Feldforschung in Indien skizziere ich eine alternative Kosmologie des Degrowth, eine Kosmologie, die die Möglichkeit einer lebenswerten Zukunft in der Wahrheit der Vergänglichkeit verwurzelt. Der Verfall ist ein wesentliches Prinzip der ökologischen Lebensgrundlage, eine Möglichkeit das Bewusstsein für unsere menschliche Endlichkeit zu kultivieren.
Presenters: Anand Pandian (Johns Hopkins University)   

Dépense als Degrowth-Strategie
In diesem Vortrag wird die Nützlichkeit sowohl des Konzepts als auch der Praxis des Dépense für das Degrowth-Projekt erörtert und es werden Empfehlungen unterbreitet, wie darauf basierende Vorschläge für den Übergang hin zu einer Degrowth-Gesellschaft formuliert werden können.
Presenters: Oxana Lopatina (Autonomous University of Barcelona)   


[special session]

Kapital – Natur – Gesundheit: die ökosozialistische Perspektive

A. Verena Kreilinger: Wie wir Erderhitzung, Pandemie und Wirtschaftskrise als gemeinsame Herausforderung anpacken können.B.    Florian Skelton und Hannah Borer: Die ökosozialistische Alternative: Produktion und Reproduktion gemeinschaftlich als rationellen Stoffwechsel mit der Natur organisieren C. Milo Probst und Christian Zeller: Wie wir mit einer ökosozialistischen Strategie Staat und Kapital herausfordern. Hannah, Florian und Milo sind aktiv in der Bewegung für den Sozialismus. Verena und Christian sind aktiv in Aufbruch für eine ökosozialistische Alternative.

Vortragende: Hannah Borer (University of Zürich), Verena Kreilinger Milo Probst
(University of Basel), Florian Skelton (University of Zürich), Christian
Zeller (University of Salzburg) 
Sprache: Deutsch mit Übersetzung nach Englisch


[consecutive session]

Reflecting the alter-globalisation movement with the Movement Action Plan – Part 2

The current neoliberal world trade and investment regime is permeated by highly asymmetrical power relations. Dominated by corporations and countries of the Global North, it is pumping flows of goods around the globe at an ever faster rate, bringing our world to the brink of collapse. After 20 years of organisation and resistance, it is time to take stock: What’s the current state of the alter-globalization movement, are our strategies still working and in which directions should we go forward?

In this participatory workshop we will get an introduction to Bill Moyer’s Movement Action Plan and reflect on the state and potential pathways of this 20 year old movement.

Presenters: Attac Austria, Büro für Selbstorganisierung Wien
Language: English
max. number of participants: 30


[consecutive session]

Embodied exploration of Degrowth via systemic constellation, Part 1

This is Part 1 of a longer double session going until 18.30. Part 1 is mandatory to be able to join Part 2. We will do a systemic constellation to explore the role Degrowth movement strategies can play during the Corona crisis. After an explanation of the technicality and how the method works; we will simulate this complex system with real people representing important elements. Afterwards there will be time for a discussion about possible implications. More information (Link: www.raumzeit.team/DGV.pdf) about the workshop.

Presenters: Tim Lüschen (RaumZeit.team), Sebastian Jung (Como Consult GmbH), Dr. Nikolaus von Stillfried (RaumZeit.team)
Language: English
Max. number of participants: 30


[workshop]

Participatory system-mapping for Degrowth

System maps are a good visualization of mental constructions different groups hold on Degrowth. Based on our previous research results we propose 30 factors that we deem the most important in a Degrowth transition. In this workshop we involve the participants in a participatory system mapping exercise where they can arrange and rearrange the components of a potential Degrowth society to identify those factors where drastic intervention would have the most impact.

Presenters: Alexandra Köves (Corvinus University of Budapest)   
Language: English
Max. Teilnehmer*innenzahl: 30

[standard session]
*up to 5000 participants*

Theories of Transformation

Sprache: Englisch mit Übersetzung nach Deutsch

Struktur, Aktion und Veränderung: Eine bourdieusianische Perspektive zu den Voraussetzungen für einen Degrowth-Übergang
Eine Entpriorisierung des Wirtschaftswachstums bei der Politikgestaltung in den reichen Ländern muss Teil einer globalen Anstrengung zur Wiedereinbettung von Wirtschaft und Gesellschaft in planetarische Grenzen sein. Die gesellschaftliche Unterstützung für einen Übergang in Richtung Wachstum bleibt jedoch vorerst moderat, und es ist noch nicht gut verstanden worden, warum dies der Fall ist. In diesem Beitrag wird argumentiert, dass die Soziologie Pierre Bourdieu dazu beitragen kann, gesellschaftliche Stabilität und transformatorischen Wandel sowie die Voraussetzungen für einen Degrowth-Übergang zu theoretisieren. Ausgangspunkt ist die Struktur-/Handlungsdebatte in der Soziologie, die Bourdieus Mittelposition hervorhebt. Auf der Grundlage seiner Praxistheorie analysiert sie die vorherrschende Korrespondenz zwischen Struktur, Habitus und Handlung sowie die Voraussetzungen, unter denen diese Korrespondenz zerbrechen und zu transformatorischem Wandel führen kann. Anschließend wird seine Unterscheidung von ‚Doxa‘, ‚Orthodoxie‘ und ‚Heterodoxie‘ angewandt um mögliche Lösungen für die multidimensionale Krise der zeitgenössischen europäischen Gesellschaften zu verstehen. Der letzte Abschnitt befasst sich mit Bourdieus Sichtweise auf die Rolle, die Forscher*innen und Aktivist*innen während eines solchen Übergangs spielen können. Das Papier kommt zu dem Schluss, dass es zur Förderung von Degrowth vermieden werden sollte, in Formulierungen ökosozialer Politikstrategien die Erfahrungen und unmittelbaren Erwartungen der Menschen an die Zukunft zu überfrachten. Beratende Bürgerforen können dazu beitragen, solche Initiativen gemeinsam zu entwickeln und zu fördern sowie ihre soziale Basis zu verbreitern.
Presenters: Max Koch (Lund University) 

Anwendung der Erkenntnisse aus der Transformationsforschung für eine Strategie für die Degrowth-Bewegung
Der vorliegende Beitrag wendet Erkenntnisse aus einer Bestandsaufnahme der Forschung zu sozial-ökologischen Transformationen, insbesondere ein Bezugssystem zur Überbrückung prozessorientierter und struktureller Ansätze, auf die Degrowth-Bewegung an. Es werden Vorschläge für eine gemeinsame Strategie abgeleitet, wobei die Vielfalt der Bewegung berücksichtigt wird.
Presenters: Julia Tschersich (University of Oldenburg) 

Bürgerversammlungen: Ein Hebel für politischen Wandel
Um sozial-ökologische (Wirtschafts-)Politiken zu entwickeln und umzusetzen, müssen die Prozesse und strukturellen Bedingungen der Repräsentation in heutigen Demokratien neu überdacht, neu gedacht und verändert werden. Bürgerversammlungen können uns dabei helfen, genau dies bereits jetzt zu tun.
Presenters: Mira Pütz (Sciences Po) Language: English

Anarchismus und Degrowth: zwei Seiten derselben Medaille
In diesem Beitrag wird aufgezeigt, warum es bei der Betrachtung von Wachstumsübergängen und Strategien zu deren Erreichung unerlässlich ist, sich ernsthaft mit Argumenten über die Grenzen des Staates bei der Durchführung radikaler Systemveränderungen auseinanderzusetzen, die aus der langen und fruchtbaren Geschichte anarchistischen Denkens stammen.
Presenters: Andro Rilović (International Institute of Social Studies) 


[workshop]

Sozial-ökologische Transformation: Mit wem – und gegen wen?

Wie lassen sich in mehrheitlich von ungerechten, nicht-nachhaltigen globalen Verhältnissen profitierenden Gesellschaften Mehrheiten für Degrowth finden? Mit Hilfe von Analysen einer Repräsentativbefragung von 2018 erarbeiten wir uns am deutschen Beispiel einen Überblick über die unterschiedlichen Einstellungsmuster zu sozial-ökologischen Fragen in der Bevölkerung: Wie könnten diese jeweils zu einer sozialökologischen Transformation beitragen, welche Widerstände lassen sie aber auch erwarten?

Presenters: Melissa Buettner (Uni Jena, Deutschland), Dennis Eversberg (BMBF-Nachwuchsgruppe flumen, Uni Jena, Deutschland)
Language: German


[workshop]

Online Theatre Workshop: Acceleration & Competition – Neoliberal Internalizations in our Heads

In this online theater workshop we want to explore how the paradigm of growth and other neoliberal ideologies shape our way of thinking, feeling, acting and our values. In order to understand these mechanism we will use interactive and physical methods out of the theater of oppressed and the aesthetics of the oppressed. No previous theater experience needed, lets create, play and reflect together in this (new) online space!

Presenters: Sophie Baumgartner (Theater of the Oppressed Vienna), Linda Raule (Theater of the Oppressed Vienna)
Language: English
Max. number of participants: 30


[standard session]

Theories of Degrowth Practices

Social Work, Ecoanxiety, and Peer Pressure
Ecoanxiety is a significant component of the global climate crisis; yet it is mostly absent from collective understanding regarding the Grand Challenge to create social responses to the changing environment. Social work has an opportunity to employ positive peer pressure throughout the discipline to overcome ecoanxiety.
Presenters: Kelly Smith (University of Southern California) Language: English

Enacting (de)growth in research practices
In this session we explore how growth logics are embedded in research practices. Then, we critically discuss perspectives from Science and Technology Studies and from the Degrowth community on how to enable the practice and organisation of science that is required for socio-ecological transformations.
Presenters: Ruth Falkenberg (University of Vienna, Department of Science and Technology Studies; Research Platform Responsible Research and Innovation in Academic Practice), David Fox (University of Vienna, Department of Science and Technology Studies) Language: English


[consecutive session]

Embodied exploration of Degrowth via systemic constellation, Part 2

This is Part 2 of a longer double session starting at 15.15.. Part 1 is mandatory to be able to join Part 2. We will do a systemic constellation to explore the role Degrowth movement strategies can play during the Corona crisis. After an explanation of the technicality and how the method works; we will simulate this complex system with real people representing important elements. Afterwards there will be time for a discussion about possible implications. More information (Link: www.raumzeit.team/DGV.pdf) about the workshop.

Presenters: Tim Lüschen (RaumZeit.team), Sebastian Jung (Como Consult GmbH), Dr. Nikolaus von Stillfried (RaumZeit.team)
Language: English
Max. number of participants: 30

[Panel discussion]
*Up to 5000 participants*

Transformationen und die Rolle der Strategie

Dieses Panel wird sich mit Theorien des sozialen Wandels und Lehren aus der Geschichte gesellschaftlicher Transformationen befassen um herauszufinden, was wir über Transformationsstrategien lernen können. Das Panel dient als allgemeine Einführung in konzeptuelle Ansätze der Transformationsforschung und als Grundlage für die Diskussionen im weiteren Verlauf der Konferenz. Wir werden Mechanismen, Auslöser und Hindernisse für einen erfolgreichen Wandel diskutieren und verschiedene Ansätze zum Verständnis von Transformation untersuchen.

Facilitator: Tone Smith – Degrowth activist, ecological economist and freelance writer

Speakers:

  • Miriam Lang
    Professor at Simón Bolívar University, Ecuador
  • Dennis Eversberg
    Researcher at Friedrich-Schiller-Universität Jena, Germany
  • Maro Pantazidou
    Deputy Director for Global Strategy and Impact, Amnesty International, London/Greece.
  • Andreas Novy
    Professor at WU Vienna University of Economics and Business (Austria)

Language: English with translation to German

[arts & culture]

Harp Music

by Suanna Scheck

[arts & culture]

Fairytales of Growth

Film and discussion:
The effects and risks of climate change are compelling young people the world round to call upon radical system change as the only solution to avoid a catastrophic collapse. This film studies the role economic growth has had in bringing about this crisis, and explores the alternatives to it, offering a vision of hope for the future and a better life for all within planetary boundaries.

Presenter: Pierre Smith Khanna, Claudio Cattaneo (Universitat Autonoma de Barcelona, Research and Degrowth), Maria Marcet (Spokesperson for Fridays for Future Barcelona), Prof. Dr. Wendy Harcourt (International Institute of Social Studies of the Erasmus University)
Language: English

 

SAMSTAG, 30. MAI - TRANSFORMATIONEN UND DIE ROLLE VON STRATEGIE VERSTEHEN

[panel debate]
*up to 5000 people*

Vorantreiben einer Degrowth-Agenda in der Corona-Krise

Ziel dieses Panels ist die Bewertung und Erörterung von Degrowth und dessen Strategien iin direktem Zusammenhang mit der aktuellen Koronakrise. Wir möchten verstehen wie die Degrowth-Gemeinschaft bisher auf die Krise reagiert hat, und wie Degrowth in den jüngsten Diskussionen präsent war und ist. Das Ziel ist dann potenzielle Wege, aber auch Hindernisse, für das Vorantreiben der Degrowth-Agenda in dieser Zeit des Umbruchs zu identifizieren. Wir haben Redner*innen aus verschiedenen Degrowth-Organisationen eingeladen um das Für und Wider von strukturellen Veränderungen in der Degrowth-Gemeinschaft und ihrer Organisation sowie konkrete Ideen zur Reaktion auf die Koronakrise zu diskutieren – unter Verwendung der Fenster, die sich geöffnet haben.

Facilitator: Iris Frey – Campaigner and climate justice activist

Speakers:

  • Stefania Barca 
    Senior researcher at the Center for Social Studies of the University of Coimbra
  • Matthias Schmelzer 
    Post-doctoral researcher, Friedrich-Schiller-University Jena
  • Andro Rilovic 
  • Eeva Houtbeckers

Language: English with translation to German

[consecutive session]
*Up to 5000 participants*

Degrowth und Europapolitik 1: Podiumsdiskussion „Wie gehen wir mit dem Europäischen Green Deal um?“

Wir werden erörtern, was derzeit in Bezug auf eine “Ökologisierung der Wirtschaft“ (hauptsächlich im Rahmen des Europäischen Green Deal) auf EU-Ebene geschieht. Unter Berücksichtigung der Literatur, die sich im Kontext von Degrowth mit EU- und nationalen Politiken befasst, wollen wir die praktischen Herausforderungen transparent legen, welche im Umgang mit den Realitäten des europäischen politischen Systems bestehen. Mit dieser konsekutiven Sitzung wollen wir über den Handlungsspielraum mit einem vielfältigen Publikum diskutieren, welcher uns dieser Kontext für eine tiefgreifende Umgestaltung unserer Wirtschaft und Gesellschaft bietet; auch angesichts der Zwänge der EU-Politik für transformatorischen Wandel in Richtung von Degrowth, welche sich durch das Eingeschrieben sein von Markt und Wettbewerb im „EU-Vertrag“ ergeben. Selbiges gilt angesichts der aktuellen COVID-19-Pandemie und der derzeit tiefen Rezession, welche eine transformative grüne Politik und ein tiefgreifender Wandel möglicherweise gefährdet. Während der Podiumsdiskussion wollen wir einige Hauptaspekte des Europäischen Green Deal diskutieren und kritisieren: Was ist gut, was ist schlecht, was muss noch getan werden? Was muss parallel noch getan werden? Wer kann das tun? Wie strategisch an mehreren Fronten gleichzeitig arbeiten?

Facilitator: Riccardo MastiniPhD candidate Ecological Economics and Political Ecology, Institute of Environmental Science and Technology, UAB Barcelona

Speakers:

  • Aurore Lalucq
  • Tone Smith
    Degrowth activist, ecological economist and freelance writer
  • Jagoda Munic
    Director of Friends of the Earth Europe
  • Pawel Wargan
    Activist and organiser; Coordinator Green New Deal Europe

Language: English with translation to German


[workshop]

Praktische Umsetzungen zur Arbeitszeitverkürzung

Arbeitszeitverkürzung ist eine klassische Postwachstums-Forderung. Dennoch ist der Weg der praktischen Umsetzung unklar. Welche Top-Down-Maßnahmen sind durch Politik oder Gewerkschaften möglich? Wie kann gleichzeitig ein freiwilliges Kürzertreten erreicht werden? Außerdem gilt es auf die Auswirkungen von möglichen Maßnahmen zu achten, um etwa zunehmende Ungleichheit zu vermeiden. Schließlich stellt sich auch ganz akut die Frage, welche Lehren aus der Corona-Krise bereits gezogen werden können.

Presenters: Hannes Vetter (Uni Heidelberg), Anja Janischewski (ICAE Linz)
max. number of participants: 20
Language: German


[special session]

Journalism in Crisis – Expert:innengespräch am Mittagstisch

„Ich bin davon überzeugt, dass das Versäumnis des Journalismus, über (den) Klimawandel angemessen zu berichten, einst als einer seiner großen Fehlschläge verstanden wird“, schreibt Kyle Pope vom Colombia Journalism Review im Frühjahr 2020. Welche Verantwortung tragen Journalist:innen angesichts der multiplen sozialen und ökologischen Krisen? Ist es ihre Aufgabe, einen sozial-ökologischen Wandel aktiv mitzugestalten oder ist es ihre Aufgabe, Ereignisse möglichst neutral zu beschreiben und zu analysieren? In einer digitalen Mittagstisch-Runde möchten wir über die Möglichkeiten und die Verantwortung von Journalismus angesichts der sozial-ökologischen Krisen sprechen. Wir wollen dabei besonders auf die Frage eingehen, inwiefern Wirtschaftsredaktionen bisher das Narrativ von endlosem Wirtschaftswachstum geprägt haben und inwiefern es hier ein Umdenken gibt.

Presenters: Kristin Langen (Netzwerk kritische Journalist*innen), Leonie Sontheimer (collectext), Katharina Mau, Felix Wilmsen, Lukas Dörrie (Netzwerk kritische Journalist*innen), Theresa Leisgang (Freie Journalistin und Autorin)
Gustav Theile (Wirtschaftsredakeur der FAZ)
Hendrik Theine (Post-Doc an der Wirtschaftsuni Wien)

Language: German


[standard session]

Institutional Change 1

Language: English with translation to German

A legal approach to beyond GDP indicators: possibilities and limits
How can law contribute to the use of indicators that measure progress in an alternative manner? What are the limits thereof? This session will explore legal definitions and operationalizations of “beyond Gross Domestic Product” metrics by examining concrete existing legislation.
Presenters: Norman Vander Putten (Université Saint-Louis – Bruxelles) 

Epistemologies of the Global South and the transformation of international investment law
An investigation into whether, and how, epistemologies of the Global South can be drawn upon to make more porous an international investment law regime that thus far has maintained a posture of indifference or paternalism towards Global South communities’ homegrown sustainability projects.
Presenters: Nicola Soekoe (University of the Witwatersrand) 

Empirical Analysis of Islamic Financial Development and Carbon Emissions: Narrating Through Islamic Moral  Economy
This presentation will discuss the relationship between environmental issues and Islamic finance by narrating it through degrowth and Islamic moral economy framework. In an attempt to respond to these questions, a model developed by Sapkota & Bastola (2017) is used, which has been further developed to examine the relationship between Islamic financial development and CO2 emissions in countries where there is presence of Islamic banks and sukuk market.
Presenters: Nur Dhani Hendranastiti (Durham University; Universitas Indonesia) 


[standard session]

Communicating Degrowth

The Psychology of Degrowth Adoption: Insights from the Perspectives of the Utopian Impulse and the Regulatory Focus Theory
We investigated how to influence people’s support for degrowth, and whether such influence may be subject to individual differences regarding transformative social change. To do so, we adopted the regulatory focus theory—one of the most widely used theoretical frameworks in social psychology—and used it to frame how degrowth is communicated to people. We also investigated the Utopian Impulse—a core personality trait that determines people’s propensity to pursue transformative social change.
Presenters: Dario Krpan (London School of Economics and Political Science), Frédéric Basso (London School of Economics and Political Science)  Language: English

Transformations Beyond Growth: A Diverse Practices Approach
This talk stages a conversation between diverse economies and practice theory literatures, outlining the distinct paths these two areas of scholarship have taken to explore current patterns of growth. It argues that their simultaneous consideration would benefit radical and critical scholarship, especially in understanding the complexities of social change.
Presenters: Tom Smith (Masaryk University, Czech Republic) Language: English

An anthropological contribution to degrowth
Social Anthropology has great potential to contribute to degrowth debates and proposals, hardly explored until now. I propose three ways to do so, further exploring one of them, inspired by the question: what can be recovered from the near past, still accessible in the present, for the future? The degrowth project needs new images, ideas, and practices, but it also needs to selectively retrieve those traditional local pre-globalization practices and knowledge aligned with a degrowth society, involving the elders of our society in the creation of pathways for a degrowth transition.
Presenters: Lucía Muñoz Sueiro (The New School, New York) Language: English

How to communicate & organize the Degrowth movement better
We argue that strategic, motivation-oriented communications and scalable, mission-centric organising are crucial bottlenecks for the degrowth movement’s success. We have three key recommendations for the movement to master the challenges that climate change communication has struggled with.
Presenters: Justus Baumann (Future Matters Project), Vegard Beyer (Future Matters Project) Language: English

[panel debate]
*Up to 5000 participants*

Strategische Ansätze: ein Überblick

Dieses Panel soll einen Überblick über die verschiedenen strategischen Ansätze für Degrowth geben. Die Podiumsteilnehmer*innen werden Rahmen oder Typologien strategischer Ansätze diskutieren, um die Strategiediskussionen in den folgenden Tagen der Konferenz zu unterstützen. Darüber hinaus werden Herausforderungen und Schwächen verschiedener strategischer Ansätze sowie die Verflechtungen zwischen den Strategien diskutiert.

Facilitator: Nathan Barlow – PhD candidate in social-ecological economics, WU Wien, environmental activist

Speakers:

  • Panos Petridis
    Post-doctoral researcher,  University of Natural Resources and Life Sciences, Vienna
  • Nilda Inkermann
    Department for Development and Postcolonial Studies, University of Kassel (Germany)
  • requested guest

Language: Emglish with translation to German


[consecutive session]

Degrowth and European Politics 2: Creating a democratic and caring economy and society that serves the many

This workshop is a follow on to the panel debate “How do we deal with the European Green Deal?”. It will be a fully interactive workshop (laptops and full attention ideally required!) delving further into some of the issues around EU politics and degrowth. We will dig deeper into the question of how we can bring some already existing progressive policies and lived examples together – we will draw on some of the positive initiatives we have been seeing in response to the Covid-19 pandemic e.g. UBI, publicising health systems, more cycle lanes – and how can ensure these remain long-term. We aim to explore questions around how we can build up local, resilient, caring economies and societies with degrowth values (short, medium, long-term) and can national and EU policies such as those within the European Green Deal assist in this – if so how?

Presenters: Meadhbh Bolger (Friends of the Earth Europe) and Katharina Wiese (European Environmental Bureau) will facilitate this session in a participative manner
Max. number of participants: 30
Language: English


[workshop]

Degrowth Communism: Toward a Convergence of Strategies

Through this workshop we want to instigate a dialogue, so far largely missing, between degrowth and communism. We understand both degrowth and communism as traditions of thinking and practising the social-ecological transformation and the system change that are needed to achieve an environmentally safe and socially just life for all. There are differences between the two movements, which we consider worth discussing, but also growing complementarities, which we consider worth uniting and uniting around – resulting in what we propose to call “Degrowth Communism”. But more importantly, there is an urgency to reassess, both from within and between Degrowth and Communism, political strategies of systemic change in the present.

Presenters: Bue Rübner Hansen (Aarhus University), Emmanuele Leonardi (University of Coimbra), Kai Bosworth (Virginia Commonwealth University), Jesse Goldstein (Virginia Commonwealth University), Tomislav Medak (PhD researcher at Coventry University)
Max. number of participants: 30
Language: English


[workshop]

Moving through emotionalities of crises: a moving exploration

Collective crises affect us emotionally. When we pause to process our feelings before jumping to action, we are able to align with our underlying wants, needs, and values. By sharing them, we tap into a powerful source of connectivity, required to mindfully move forward together. In this workshop, we hold space for our emotionalities of crises. Engaging in practices of mindfulness meditation, guided movement, and reflection, we’ll collectively explore our inner states in a slow, embodied process.

Presenters: Judith Ezra Mühlbacher (The Really Wild Show), Steph Braun
Max. number of participants: 25
Language: English


[standard session]

Co-operatives, Work and Degrowth

Degrowth Cooperatives as Alternative to the Development Paradigm: The Case of the Integral Minga Cooperative
The session will start by explaining the objectives of the study, the theoretical framework on post-development, degrowth and cooperativism. Then, the studied cooperative and the methodology used will be explained. Finally, the results of the fieldwork and the conclusions will be demonstrated.
Presenters: Jéssica Chainho Pereira (ISCTE-IUL, Lisbon, Portugal) Language: English

Car workers as political subjects of degrowth transformation
I argue that degrowth strategies should be focused more on the industrial sectors and on those who work there. More concretely, the automotive industry is economically-speaking one of the most important sectors in Central Europe, with car workers having great potential to be a transformational force.
Presenters: Patrik Gažo (the Department of Environmental Studies, Masaryk University) Language: English

How can the concept of democratic ownership contribute to a social-ecological transformation?
The study explores how the concept of democratic ownership can contribute to a bottom-up, workers-led social-ecological transformation of the Austrian aircraft sector, targeting the Viennese airport in particular. Therefore, the study will involve qualitative interviews with workers and workers’ councils, following a workers’ inquiry approach to combine knowledge creation with political emancipation.
Presenters: Philipp Chmel (Vienna University of Economics (WU) Language: English

Cooperative growth strategies for businesses beyond growth
„Post-growth organizations“ do face a dilemma: Growth allows them to increase their good impact. At the same time, it may have bad effects on themselves, as organizations. Against that background, we discuss various „cooperative growth strategies beyond growth“ that promise to resolve that dilemma.
Presenters: Dirk Raith (Karl-Franzens-Universität Graz) Language: English

[panel debate]
*up to 5000 people*

Vergangene und aktuelle Umweltbewegungen in Österreich: was wir daraus für die Transformation lernen können

Die Geschichte der Umweltbewegung in Österreich zeigt, dass die Verhinderung vieler umweltschädlicher Megaprojekte zwar gelungen ist, die Transformation aber trotzdem noch aussteht: Die Verhinderung der Inbetriebnahme des Kernkraftwerks Zwentendorf in den 1970ern und die Besetzung der Hainburger Au in den 1980ern führte zwar zu einer großen Widerstandsbewegung, die allerdings nicht genug Druck aufbauen konnte, um umfassendere Forderungen nach gesellschaftlichem Wandel durchzusetzen.

Facilitator: Christoph Ambach (ILA Kollektiv)

Speakers:

  • Jutta Matysek
    Activist and action climber for environmental protection, peace and human rights
  • Lisa Kiesenhofer
    Activist with Fridays for Future Vienna
  • Margaret Haderer
    Post-Doc am Institut für Gesellschaftswandel und Nachhaltigkeit, WU Wien

Language: German with translation to English


[special session]

Der Staat – ein fehlendes Glied in den Wachstumsstrategien

Wachstumsstrategien bedürfen einer fundierteren Reflexion über die Ambiguität des Staates. Während sich viele Strategien nicht explizit an den Staat richten, begreifen ihn die einen als wichtigen Akteur einer Transformation hin zu einer Postwachstumsgesellschaft, während andere diese Rolle unter Hinweis auf die enge Verbindung zwischen Nationalstaat und Wirtschaftswachstum ablehnen. Notwendig ist ein differenziertes Konzept des Staates, das in der Lage ist, seine fundamentale Rolle innerhalb der kapitalistischen Entwicklung, aber auch seine historisch konkrete Ausprägung in zeitgenössischen Gesellschaften und den Krisen, denen sie ausgesetzt sind, zu verstehen. Was die fundamentale Rolle des kapitalistischen Staates betrifft, sind wir mit einer tiefen Unklarheit konfrontiert: Weder als neutrales Instrument für politische Bewegungen noch als etwas, das einfach ignoriert werden kann, stellt der Staat ein umkämpftes Terrain für gesellschaftliche Kämpfe dar. In Anlehnung an die materialistische Staatstheorie sind die Machtverhältnisse und die Beziehungen gesellschaftlicher Interessen bis zu einem gewissen Grad in das institutionelle Terrain des Staates eingeschrieben, was transformative Möglichkeiten eröffnet, wenn diese Machtverhältnisse übertragen werden können. Zugleich stellt die Staatsform eine spezifische Form gesellschaftlicher Herrschaft dar, die sorgfältig abgewogen und mit den Optionen transformativer Veränderung abgewogen werden muss. Was den spezifischen historischen Kontext betrifft, so sind die gegenwärtigen Staatstypen im Globalen Norden und im Globalen Süden stark mit wirtschaftlichem Wachstum verbunden (wenn auch in unterschiedlichen Formen wie z.B. dem Extraktivismus). Vorschläge für Transformationsstrategien, die auf einer bloßen Übernahme staatlicher Macht aufbauen, sind daher ebenso irreführend wie Strategien, die die Machtverhältnisse ignorieren, die Staaten auf unterschiedlichen Skalen (vom transnationalen über den nationalen bis zum lokalen Staat) eingeschrieben sind, und nur auf individuellen Präferenzen oder ethischen Überlegungen aufbauen. Erforderlich ist eine Herangehensweise an den Staat, die den engen Zusammenhang zwischen wirtschaftlichem Wachstum und gesellschaftlichen Machtverhältnissen anerkennt und fragt, wie Staaten selbst transformiert werden können. Die Session wird einige Präsentationen aus verschiedenen konzeptionellen Perspektiven bieten, die auf Erfahrungen aus verschiedenen Weltregionen basieren. Sie soll Diskussionen darüber anregen, wie auf die Zweideutigkeit und die widersprüchliche Natur des Staates aus einer Degrowth-Perspektive reagiert werden kann.

Presenters: Christoph Görg (BOKU/SEC), Max Koch (University of Lund), Miriam Lang (Quito, Ecuador), Soumitra Ghos (independent researcher and activist, West Bengal, India)
Max. number of participants: 50
Language: English with translation to German


[workshop]

Knowledge production for degrowth

We offer a workshop focused on our needs in terms of knowledge production in a society turned towards degrowth. We will highlight the work of fifty researchers, activists and students on the production of an alternative research scenario, called Horizon Earth. The workshop will revolve around four phases of presentation and discussion : The research scenario’s development and objectives, and three moments devoted to each of our research topics : 1) Health, 2) Food and Agriculture 3) Energy, Housing and Mobility. It will be a great opportunity to listen to your feedbacks on the presented research areas and narratives.

Presenters: Camille Besombes (Sciences Citoyennes, Institut Pasteur), Maura Benegiamo (Collège d’études mondiales, Politics Ontology Ecology), Fabrice Flipo (Sciences Citoyennes, Institut Mines-Télécom), Madina Querre (REVeSS, PACTE Grenoble), François Briens (Sciences Citoyennes, International Energy Agency), Paul Lacoste (HALEM (inhabitants of temporary and mobile homes), Simon Grudet (Sciences Citoyennes), Aude Lapprand (Sciences Citoyennes), Maëlle Frétigné (Sciences Citoyennes)
Max. number of participants: 30
Language: English


[workshop]

The Precautionary Post-Growth Approach: A response to the crises?

Are there alternatives to a forced green growth strategy as a solution to overcome the consequences of the corona pandemic, which also have the potential to be widely accepted in the societal discourse? With the precautionary post-growth approach, we have made a new proposal. We would like to discuss how the concepts of resilience and precaution can contribute to socio-ecological change after the lockdown – in concrete fields of action such as resource conservation and circular economy. In doing so, we refer to the results of a study for the German Environment Agency.

Presenters: David Hofmann (Institute for Ecological Economy Research (IÖW), Ulrich Petschow (Institute for Ecological Economy Research (IÖW), Bettina Bahn-Walkowiak (Wuppertal Institute for Climate, Environment and Energy), Nils aus dem Moore (RWI – Leibniz Institute for Economic Research), Steffen Lange (Institute for Ecological Economy Research (IÖW)
Language: English
Max. number of participants: 30


[standard session]

Institutional Change 2

A framework to move policy-making in the EU beyond growth
The session introduces an online toolbox to guide policy-making beyond growth. Based on a literature review, we structure post-growth policies along 17 objectives, 101 transformative changes and 260 instruments. The framework shows what means other than economic growth can achieve political ends.
Presenters: Jonathan Barth (presenter; lead author) (ZOE. Institute for Future-fit Economies), Christoph Gran (co-author) (ZOE. Institute for Future-fit Economies), Jakob Hafele (co-author) (ZOE. Institute for Future-fit Economies), Raphael Kaufmann (co-author) (ZOE. Institute for Future-fit Economies), Tabea Waltenberg (co-author) (ZOE. Institute for Future-fit Economies) Language: English

Discussion of the relevance of Public Procurement for the Degrowth Community
The online session will start with a short 10 min presentation on public procurement and its importance in Degrowth and post-growth policies. It will continue with a world-cafe style joint discussion (10 min) where participants can exchange ideas on the role of public procurement and about its relevance for the Degrowth Community. The participants will have the opportunity to pinpoint some issues that are especially relevant in the development of a possible “degrowth procurement” framework.
Presenters: Gabriella Gyori (Sustainable Procurement Specialist) Language: English

A Green New Deal without growth
The Green New Deal offers a powerful vision for how to deploy industrial policies to coordinate the overhaul of a country’s energy system and decarbonize its manufacturing and agricultural sectors. However given the elusiveness of absolute decoupling degrowth policies must accompany this transition.
Presenters: Riccardo Mastini (Institute of Environmental Science and Technology, Autonomous University of Barcelona) Language: English

[panel debate]
*Up to 5000 participants*

Die historische Rolle der Gewerkschaften bei gesellschaftlichen Transformationen

Gewerkschaften und Arbeiter*innenbewegungen haben historisch gesehen die Gegenmacht zum ausbeuterischen Kapitalismus gebildet und für die gesellschaftliche Emanzipation gekämpft – einschließlich der Abschaffung von Sklaverei und Kinderarbeit, der öffentlichen Gesundheit, kürzerer Arbeitszeiten und besserer Arbeitsbedingungen. Viele der sozialen Rechte und gesellschaftlichen Institutionen, die wir heute als selbstverständlich ansehen, sind dank der vielen, vielfältigen (und oft widersprüchlichen) Arbeiter*innenbewegungen entstanden, die Arbeiter*innen organisiert und für diese Rechte gekämpft haben. Die Macht der Gewerkschaften hat seit dem Beginn des Neoliberalismus abgenommen, was zu wachsender Ungleichheit, schlechteren Arbeitsbedingungen und Armut trotz Erwerbstätigkeit geführt hat. Aber Gewerkschaften und Arbeiter*innenbewegungen sind nach wie vor eine mächtige Kraft und sollten eine entscheidende Rolle bei der sozial-ökologischen Transformation hin zu einer Wachstumsgesellschaft spielen, da eine breite radikale soziale Bewegung für den Wandel notwendig ist. Der Rückblick auf vergangene Kämpfe für Veränderungen ermöglicht es uns, vereinfachte Dualismen zu überwinden und sowohl die Herausforderungen als auch die Gemeinsamkeiten einer breiten Bewegung für sozial-ökologische Veränderungen zu verstehen.

Facilitator: Heinz Högelsberger Austrian Chamber of Labour

Speakers:

  • Florian Wenninger
    Austrian Chamber of Labour

  • Nora Räthzel
    University of Umeå (Sweden)
  • Julia Eder
    Johannes Kepler University Linz
  • Ulrich Brand
    University of Vienna

Language: English with translation to German


[workshop]

Civil disobedience as a strategy for degrowth

Civil disobedience is emerging as a key element employed in the fight for environmental and climate justice and for raising awareness about some of the most urgent crises. The aim of the session is to develop a better understanding of civil disobedience and how it may be used strategically in the degrowth process. Nonviolent protest played a fundamental role in the anti-apartheid movement, the civil rights movement, as well as labour and peace movements across the world. Recent years have seen the rapid spread and upscaling of collective actions of civil disobedience by environmental and climate justice movements. While the context for nonviolent resistance may differ based on the expressed politics and ideology of these movements, sometimes evoking critical questions about race, gender, or cooperation with state authority, more often than not actions are explicitly linked with the aspirations of the degrowth movement. This begs the question of how civil disobedience should first be understood, and second how it may be used more explicitly as a strategy for degrowth.

Presenters: Sara Fromm (Member of Research & Degrowth and Climate Justice Activist), Simon Schöning (Researcher and Consultant, Climate Justice Activist)
Max. number of participants: 30
Language: English


[workshop]

Effective Strategies towards the Good Life for All within planetary boundaries

Based on a thesis paper inspired by Polanyi´s reflections on „freedom in a complex society“ the workshop discusses effective strategies for a Good Life for All within planetary boundaries. The thesis paper proposes three new pillars for more effective strategies: (1) acknowledging the importance of a strong state that enables public-civic partnerships, (2) overcoming the focus on niche alternatives that lead in localist traps and (3) elaborating multiscalar strategies of selective economic globalization.

Presenters: Andreas Novy (WU Vienna), Dirk Holemans (Oikos, Green European Foundation)
Language: English


[standard session]

Regional Transformations

Buen Vivir in Germany
Buen Vivir goes beyond criticism and rejection. It has an utopian surplus. European activists adopted it to make positive visions thinkable and expressible. The fluctuating relevance of Buen Vivir can be traced back to the course of political struggles both in the Andean countries and in Europe.
Presenters: Timmo Krueger (Leibniz Institute for Research on Society and Space (IRS)) Language: English

Strategies for Transformation: Agency and Alliances in Rural Alternative Movements in Japan
Embedding human lives again into the local ecosystem may help to reverse overexploitation and to foster degrowth lifestyles. To discuss transition strategies for alternative lifestyles, we analyze two niche developments in Japan: the fishery-forest movement and the self-employed forestry movement.
Presenters: Norie Tamura (Research Institute for Humanity and Nature), Hein Mallee (Research Institute for Humanity and Nature) Language: English

Walking the path from sustainability to degrowth – the case of Slovenia
Sustainable development has been linked to environmental protection in Slovenia since the beginning of the environmental movement in late 1980s. Due to various reasons, sustainable development remained strongly associated with the environment, while very weak in linking the social component and even less the economic component till present times. In 2000 climate change became promineng in the NGO field and gained importance in policies. A comprehensive and holistic understanding of climate change and human rights from the other perspective, lead to scattered degrowth ideas and practices in Slovenia among NGOs, scholars and interested active citizens. What was the path from sustainable development and how degrowth came on the agenda in Slovenia, will be presented in the session.
Presenters: Živa Kavka Gobbo (Focus Association for Sustainable Development, Slovenia) Language: English


[consecutive session]

The fallacy of economic growth in climate science & policy Part 1

Our two-part workshop will explore why climate science has such difficulties to imagine mitigation pathways without economic growth. The first part will focus on a critique of assumptions of economic growth and the dangerous implications thereof against the background of a broader critique of the dominant carbon metrics. The second part will dive into alternative scenario modeling, including in the context of the IPCC. We will also present our own Societal Transformation Scenario, its assumptions, outcomes and political implications.

Presenters: Linda Schneider (Heinrich Böll Foundation), Kai Kunhenn (Konzeptwerk Neue Ökonomie)
Language: English
Max. number of participants: 30

[standard session]

Transformation, Design and Utopias

*up to 5000 people*

Language: English with translation to German

Nachhaltigkeit, Transformation & Utopien
Der Vortrag erörtert die Rolle positiver Visionen für eine Transformation hin zu einer ökologisch nachhaltigeren und sozial gerechteren Gesellschaft. Zunächst wird argumentiert, dass im Kontext moderner Gesellschaften so etwas wie ökologische Nachhaltigkeit bereits selbst als eine krasse Utopie betrachtet werden kann. Bislang gibt es keine Gesellschaft, die als modern charakterisiert werden kann und deren Stoffwechsel nicht auf der zerstörerischen Ausbeutung der Natur beruht. Dieses Argument stellt das dominante Narrativ der ökologischen Modernisierung als Transformationsstrategie hin zu einem ökologisch nachhaltigeren Umgang mit der Natur in Frage. Im zweiten Teil des Beitrags werden die Begriffe „konkrete Utopie“ (Ernst Bloch & Rudi Dutschke) und „reale Utopien“ (Erik Olin Wright) vorgestellt. Während Blochs konkrete Utopie auf der gesellschaftlichen Realität aufbaut, aber noch nicht existiert, bezieht sich Wright auf bestehende Formen der sozialen Organisation, die das Potenzial haben, den Kapitalismus zu transzendieren (z.B. Wikipedia oder Arbeiter*innenkooperativen wie Mondragon). Schließlich wird argumentiert, dass beide Arten von Utopien wahrscheinlich erforderlich sind, um eine tiefgreifende sozial-ökologische Transformation zu erreichen, die wahrscheinlich eine beträchtliche Zeitspanne in Anspruch nehmen wird.
Presenters: Bernd Sommer (Europa-Universität Flensburg) Language: German

Transformation durch Design?
Die zentrale Frage der sozial-ökologischen Transformation ist, ob sie „durch Design“ oder „durch Desaster“ stattfinden wird (Sommer/Welzer 2014:27). Im Diskurs wird diese Frage rhetorisch mit „durch Design“ beantwortet. Doch welche Rolle spielt Design bei der sozial-ökologischen Transformation? Der Vortrag stellt wachstumsbedingte Probleme des Designs vor und gibt einen Überblick über zwei Hauptstrategien. Er geht auf Beide ein: Die Herausforderungen, denen sich Design in einer Zeit sozial-ökologischer Krisen stellen muss, aber auch auf sein Potenzial. Alles wird in Bezug auf das von Studierenden organisierte Lehrprojekt „Degrow Design!“ und die daraus resultierende Publikation stehen.
Presenters: Antonia Ney (Student. Lehrkraft WiSem2019 Bauhaus-Universität Weimar), Joy-Fabienne Lösel (Student. Lehrkraft WiSem2019 Bauhaus-Universität Weimar) Language: English

[special session]

Berstende Plattform

„Berstende Platform“ rückt die Feminisierung der Politik und die Erforschung von Möglichkeiten der Mitgestaltung und Öffnung eines neuen politischen Raumes ins Rampenlicht – eine Plattform für den Aufbau stärkerer Verbindungen zwischen verschiedenen Initiativen, Orten, Aktivistinnen, die verschiedene, aber relevante Themen abdecken, die notwendige neue Allianzen in Gang setzen. Fünf Themen werden von fünf Aktivistinnen und Forscherinnen aus Ljubljana vorgestellt: Maša Hawlina – Wohnen, Asja Hrvatin – Pflege als Widerstand, Nicoleta Nour – Fridays for Future/Klimastreiks, Sara Pistotnik – Zugänglichkeit der Gesundheitsversorgung und Lana Zdravković – Emanzipatorische Politik. Sie werden ihr theoretisches und praktisches Know-how oder
ihre Kämpfe zu ihren Themen weitergeben. Die „Berstende Plattform“ unterstützt und engagiert sich aktiv für Aktivistinnen, fortschrittliche und radikale Denkerinnen, die mit neuen politischen Praktiken experimentieren, sich Alternativen vorstellen und ausprobieren, die mit Degrowth-Denken verbunden sind.

Presenters: Maša Hawlina (Institute for Housing and Space studies), Asja Hrvatin (No Border Craft), Nicoleta Nour (Youth for Climate Justice), Sara Pistotnik (Studies in Ethnology and Cultural Anthropology, University of Ljubljana), Lana Zdravković (Peace Institute), Ajda Pistotnik (EnaBanda Association)

Language: English with translation to German

Max. number of participants: 30


[workshop]

Transformatives Engagement – was braucht es dafür?

Wie können wir unser gesellschaftspolitisches Engagement zukunftsfähig gestalten? Wie erkennen wir neoliberale und andere Muster in unserer eigenen Arbeit? Wie schaffen wir in unseren sozialen Bewegungen eine Arbeitskultur, die zu den Werten passt, für die sie kämpft? Dieser Workshop ist ein Plädoyer für den Ausstieg aus einer Burnout- und Überforderungskultur, und ein Anknüpfungspunkt für alle, die sich mit den Basics und der politischen Relevanz von nachhaltigem Aktivismus beschäftigen möchten.

Presenters: Katharina Hagenhofer (radix – Kollektiv für transformative Bildung)
Max. number of participants: 18
Language: German


[workshop]

Bringing Degrowth into Politics, before and after Covid-19

How to bring Degrowth into politics or how to influence political debates has been a key question since the birth of the movement in France in the early 2000s. Reflecting on the experience of Degrowth in several countries and considering the particular Covid-19 historic momentum, we will discuss how Degrowth did, can and could influence politics. An introduction will be made by the facilitators followed by an open discussion on the topic.

Presenters: Tone Smith (degrowth.no), Vincent Liegey (Parti Pour La Décroissance)
Max. number of participants: 30
Language: English


[consecutive session]

The fallacy of economic growth in climate science & policy Part 2

Our two-part workshop will explore why climate science has such difficulties to imagine mitigation pathways without economic growth. The first part will focus on a critique of assumptions of economic growth and the dangerous implications thereof against the background of a broader critique of the dominant carbon metrics. The second part will dive into alternative scenario modeling, including in the context of the IPCC. We will also present our own Societal Transformation Scenario, its assumptions, outcomes and political implications.

Presenters: Linda Schneider (Heinrich Böll Foundation), Kai Kunhenn (Konzeptwerk Neue Ökonomie)
Language: English
Max. number of participants: 30

[arts & culture]

Guitar music

Vian Oussi
Vian Oussi is a young improvisational guitarist with syrian-kurdish roots. His music is a smooth mix of of flamenco, gipsy, spiritual and classical music.

[arts & culture]

Film and discussion: Oro blanco

Every morning Flora walks out into the mountains with her onehundred llamas searching for pastures. However every season the animals become thinner and the landscape drier. The high planes of the Salinas Grandes hides one of the biggest lithium reserves in the world. In order to extract it the last sweet water of the desert is being pumped into vast reserves by international companies. The battery industry`s ressource hunger threatens the shepherds and the traditional salt production of the indigenous Kolla and Atacama. In quiet poetic images „Oro Blanco“ depicts the lives and fears of people who have to fight for their territory and way of living.

Presentor: Gisela Carbajal Rodríquez


[arts & culture]

Film and discussion: Feeding our degrowth imaginary #1: Twin Oaks

To unlock our collective imagination we need new images, new inspirations, new ways of imagining other possible and desirable worlds. We need to realize that another economy is possible, that we can live better with less and that there are already many who have begun to walk towards a degrowth future. The first video of this series of projects, networks, movements, and worldviews inspiring for degrowth shows one of the longest-lived intentional communities in the United States, Twin Oaks (Virginia), that has thrived successfully for over 50 years and that shows, on a very small scale, a radically different reconfiguration of work, wages and, in general, of the organization of life.

Presentor: Lucía Muñoz Sueiro
Facilitation: Alejandra Barrera, Florencia Schaeffer

[arts & culture]

DJ SET: STANLEY MESSER (STRUBOSKOP)

Stanley Messer ist ein DJ zum Spaß. Nachdem er 15 Jahre lang in Clubs in ganz Österreich gespielt und sein Handwerk verfeinert hat, macht er jetzt einfach das, was ihm gefällt und was er am besten kann: durch die Kraft von Rhythmus und Harmonie Liebe und gute Vibes zu verbreiten. House, Disco, UK Garage, Drum’n’Bass – Genres sind bei seiner Suche nach dem perfekten Mix zweitrangig. Aber jeder Track hat garantiert einen funky Touch und zumindest einen Hauch von Soul.

SONNTAG, 31. MAI - GEMEINSAME STRATEGIEN GESTALTEN

[panel debate]

*up to 5000 people*

Den Nahrungsmittelsektor von Wachstum lösen: Wie kann eine demokratische Nahrungsmittelpolitik aufgebaut werden?

Ziel des Panels ist es, ein gemeinsames Verständnis darüber zu entwickeln, wie sozial und ökologisch nachhaltige Ernährungssysteme aussehen können. Um dies zu erreichen, stützen wir uns auf bestehende Praktiken und Strategien von lokalen und regionalen Initiativen zur Förderung nachhaltiger Ernährungssysteme. Eine Vielzahl von Kollektiven, Netzwerken und Ernährungssystem-Ansätzen besteht bereits, welche Möglichkeiten schaffen und konkrete Beispiele und Visionen bereitstellen, wie eine Degrowth-Gesellschaft aussehen könnte. Beispiele dieser Initiativen tragen zu einem demokratischen Ernährungssystem bei und lassen uns von diesen lernen. Die Leitfrage des Panels lautet daher, inwieweit die von diesen Initiativen verwendeten Strategien als Strategie für Degrowth dienen können. Weitere Fragen, die angesprochen werden sollen, sind: Wie können die Initiativen als Teil einer demokratischen Nahrungsmittelpolitik gestärkt werden und
breiter angewendet werden? Was muss eine demokratische Nahrungsmittelpolitik (noch) enthalten und wie kann dies erreicht werden? Weshalb sind wir in den gegenwärtigen nicht-nachhaltigen Ernährungssystemen verkrustet und welche Strategien benötigen wir zur Überwindung
dieser Verkrustung?

Um diese Fragen zu diskutieren, wird Olivier De Schutter zu Beginn die Erkenntnisse aus dem IPES-Food-Bericht vorstellen und diese in Beziehung zu der Degrowth-Debatte setzen. Seine Eröffnungsrede wird durch konkrete Beispiele auf unterschiedlichen räumlichen Ebenen ergänzt – auf städtischer, regionaler und europäischer. So wird Line Rise Nielsen von der Institution „Changing Food – Copenhagen Food System Centre“ eine städtische Beratungsstrategie vorstellen. Armin Bernhard wird eine regionale Strategie auf der Grundlage seiner Erfahrungen mit einer Bürgergenossenschaft
in Mals (Südtirol) vorstellen und Genevieve Savigny von der Europäischen Koordination La Via Campesina wird die Rolle der Kämpfe von sozialen und Bauernbewegungen für eine demokratische Landwirtschafts- und Handelspolitik auf EU-Ebene erläutern.

Facilitator: Julianna Fehlinger – ÖBV-Via Campesina Austria

Speakers:

  • Olivier De Schutter
    Professor at UCLouvain (Belgium) and SciencesPo (Paris)
  • Genevieve Savigny
    European Coordination Via Campesina and member of the European Economic and Social Committee.
  • Armin Bernhard
    Activist and professor at the University of Bozen
  • Line Rise Nielsen
    Food Policy Director of the Copenhagen Food System Centre

Language: English with German translation


[consecutive session]

Mobilty for all: working on strategies for social-ecological transformation of urban mobility – Part 1

Ecologically viable and socially just mobility should be accessible and affordable for everyone. Urban mobility however is to a large extent still based on cars and fossil fuels. Apart from being a main contributor to Co2 emissions as well as air and noise pollution, the current urban mobility system is unjust as regards the distribution of public space, safety and rights of the different modes of transport. In recent years there has been a lot of action to change that – in this session we want to discuss and elaborate on different effective strategies for a social-ecological transformation of urban mobility systems and want to bring together actors and interested people from different backgrounds and cities.

Presenters: Katharina Keil (System Change not Climate Change), Matthieu Floret (Smarter Than Car), Thomas Eberhardt-Köstinger (Attac Deutschland), Sarah Nowak

Language: English

Max. number of participants: 30


[workshop]

Solidarische Ökonomie, Wirtschaftsdemokratie und Postwachstum

Der Workshop fokussiert auf den Beitrag Solidarischer Ökonomien zu einer Postwachstums-Perspektive. Angeregt werden Strategien für Solidarische Ökonomie als wirtschaftsdemokratischer Ansatz. Der Workshop will einen Raum schaffen um unterschiedliche Akteur_innen zu verknüpfen und einen Denkprozess anzustoßen: Was sind Elemente einer Theorie des Wandels hin zu einer Solidarischen Ökonomie des Postwachstums? Wie können wir Kräfte verbinden? Was müssen wir neu entwickeln?

Presenters: Andreas Exner (Verein für Solidarische Ökonomie), Andrea Jany (Regionales Zentrum für Nachhaltigkeit (RCE), Universität Graz), Markus Blümel (Katholische Sozialakademie Österreichs (ksoe))
Max. number of participants: 30
Language: German


[standard session]

Community, Housing, Care

Materialising degrowth in local urban planning policies
This paper focuses on the intersection between degrowth and urban planning, and contributes to a deeper understanding and a sharper concretisation of how a strong sustainability concept such as degrowth can be taken into planning practice for long term sustainability.
Presenters: Carlos Ruiz-Alejos, Vincent Prats Language: English

Exploring Equitable Degrowth in Circular Community Development in Health and Care
Underserved and historically marginalized populations have been disproportionately afflicted by financial and climate related disasters. In face of the immediate climate crisis, many existing systems are being disrupted, thus adversely impacting the livelihood, health and wellbeing of underserved populations. In planning for better community health outcomes, we examine a new paradigm of coupling of healthcare with local green economic development. Modeling after ecovillage development and circular economy principles, we explore the potential of deploying circular communities, where residents produce what they consume to achieve resilience through self-sufficiency.
Presenters: Larissa Lai (University College London) Language: English

Future’s Strategists: How Sustainability unfortunately did not intervene at Stuttgart Stöckach
The presentation will showcase subsolar*s failed competition entry „Zukunfts Strateginnen“ for a transforming neighbourhood in Stuttgart as a case example and starting point to discuss obstacles, but also potentials and possible strategies to successfully „degrow“ existing cities.
Presenters: Saskia Hebert (subsolar* architektur & stadtforschung, Berlin) Language: English

Collaborative housing in Catalonia: obstacles and strategies
Collaborative housing (cooperative and co housing) allows for efficient use of resources, solidarity and non-speculative urbanism. This degrowth model is expanding in Catalonia, through partnerships between government and civil society, but concrete implementation faces a series of obstacles.
Presenters: Mateus Lira M Machado (Universitat Oberta de Catalunya) Language: English


[special session]

Territories, Resources and Care Work Feminist Perspectives on Transformation

The Corona crisis has unprecedentedly highlighted the topic of this session: care work got visibility, its systemic relevance gained public recognition as never before. In these critical situations and in critical places, the logic of caring and care work towards humans and nature link material und discursive production and reproduction while co-producing genders, natures and bodies. The session will look at care work in our social-nature entanglements that promote social and gender justice, equality and alternative forms of knowing and acting.

Presenters: Christa Wichterich (freelance, UniBonn), Samantha Hargreaves (WoMin), Camila Nobrega (FU Berlin), Wendy Harcourt (ISS, Den Hague), Anna Katharina Voss (ISS), Rosa de Nooijer (ISS)
Max. number of participants: 20
Language: English

[special session]
*up to 5000 people*

Postwachstumsstadt: Konturen einer solidarischen Stadtpolitik

Buchvorstellung: Wie wollen wir heute und morgen leben, arbeiten, entspannen? Wie schaffen wir ein Gutes Leben Für Alle in der Stadt? Während Nischeninitiativen bereits beginnen, diese Fragen zu beantworten, fehlt es noch an umfassenden Konzepten und Ansätzen zur Transformation, die eine grundlegend andere, solidarische Stadt skizzieren würden. Das Projekt Postwachstumsstadt wagt einen solchen Versuch. Da die aktuelle Krise den Druck auf den Wohnungsmarkt erhöht, bietet sich auch ein Zeitfenster für radikale Veränderungen.

Presenters: Anton Brokow-Loga, Frank Eckhardt, Evelyn Markoni, Kris Krois, Timmo Krüger, Viola Schulze Dieckhoff, Christian Lamker
Language: German with English translation


[consecutive session]

Mobilty for all: working on strategies for social-ecological transformation of urban mobility – Part 2

Ecologically viable and socially just mobility should be accessible and affordable for everyone. Urban mobility however is to a large extent still based on cars and fossil fuels. Apart from being a main contributor to Co2 emissions as well as air and noise pollution, the current urban mobility system is unjust as regards the distribution of public space, safety and rights of the different modes of transport. In recent years there has been a lot of action to change that – in this session we want to discuss and elaborate on different effective strategies for a social-ecological transformation of urban mobility systems and want to bring together actors and interested people from different backgrounds and cities.

Presenters: Katharina Keil (System Change not Climate Change), Matthieu Floret (Smarter Than Car), Thomas Eberhardt-Köstinger (Attac Deutschland), Sarah Nowak

Language: English

Max. number of participants: 30


[consecutive session]

Den Nahrungsmittelsektor von Wachstum lösen: Wie kann eine demokratische Nahrungsmittelpolitik aufgebaut werden? Teil 1

Das Ernährungssystem stellt einen der wichtigsten Stoff- und Energiekreisläufe auf unserem Planeten dar und liefert die Grundlage unseres Lebens: Nahrung. Diese aufeinander folgende Sitzung verfolgt jedoch einen mehrstufigen und sektorübergreifenden Ansatz. Sie erforscht die Faktoren, die das globale Ernährungssystem auf seinem derzeitigen Kurs festhalten. Wir werden von transformativen Ernährungsinitiativen lernen, die zu dieser Sitzung eingeladen wurden, und ihre Strategien analysieren, um Veränderungen zu erreichen.

Presenters: Julianna Fehlinger (ÖBV-Via Campesina Austria), Daniel Gusenbauer, Elli Jost, Christina Plank, Maria Legner, Lisa Francesca Rail, Carlo Scheuermann, Logan Strenchock, SEKEM (EGY) Cargonomia & Szatyor Association (HU) Nourish Scotland (UK) Landwirtschaft mit Zukunft (CH) Die Freien Bäcker (D/AT/PO/IT) Premium Cola Kollektiv (D)
Max. number of participants: 50
Language: English with German translation


[workshop]

Demonetisation – Developing a society beyond money

We will investigate the logics of money and how they hinder us from living in a solidary and regenerative culture. How can we build communities based on the “the good life” for everyone rather than on exploitation and destruction? We will analyze the logics of money and value and afterwards share practical methods and projects of demonetisation and community resilience. We will encounter money-free interpersonal bonds across various areas such as food-sovereignity, alternative housing and life in community structures.

Presenters: Vanessa Rainer (Verantwortung Erde), Maria Kravanja (Verantwortung Erde), Sascha Jabali (Verantwortung Erde), Gerald Dobernig (Verantwortung Erde), Julia Hueter (Verantwortung Erde)
Max. number of participants: 30
Language: English


[workshop]

Possibilities of Degrowth for the Electronics Industry

Südwind works since many years about the supply chain of mobile phones. Current initiatives range from modular design over certain procurement strategies of public institutions to refurbishment and proper recycling. Still on local and regional levels many small initiatives can do and are doing interesting steps in the right direction and we want together to elaborate more on it. And last but not least it is a challenge to work on the topic with external stakeholders such as students in the proper way. Südwind developed a new workshop and wants to share it with you.

Presenters: Matthias Haberl (Südwind), Isabella Szukits
Max. number of participants: 30
Language: German


[standard session]
*up to 5000 people*

Work

Rezepte für Degrowth: Richtlinien für die Umwandlung von Eigentum, Arbeit und Geld
Besonders schwach ist Degrowth bei der Frage nach dem Wie. Ziel dieses Papers ist es, das politische Instrumentarium von Degrowth zu schärfen. Nachdem ich über die Grundsätze der Politikgestaltung nachgedacht habe, entwerfe ich eine politische Agenda für Degrowth zu den drei spezifischen Themen Eigentum, Arbeit und Geld. Das Ergebnis ist ein Übergangsprogramm mit 9 Zielen, 31 Zielsetzungen und einer Vielfalt politischer Instrumente, die in 9 Bündeln zusammengefasst sind. Ich argumentiere, dass eine solche politische Arbeit das Thema Degrowth für die Entscheidungsträger*innen überzeugender machen könnte.
Presenters: Tim Parrique (University of Clermont Auvergne) Language: English with German translation

Der Gerechte Übergang und seine Arbeit der Ungleichheit
Die ökologische Krise wirkt sich auf alle Dimensionen des gesellschaftlichen Lebens aus. Dennoch werden die Nachhaltigkeitsdiskurse von technokratischen Expert*innen monopolisiert, die oft am wenigsten betroffen sind. Die Folgen dieser Krise sind für Akteur*innen, die nicht einmal als Akteur*innen der Nachhaltigkeit angesehen werden, alltägliche Realität. Dieser post-politische Konsens impliziert eine spezifische Idee von Demokratie, in der die politischen Subjekte bereits produziert und in vordefinierten Beziehungen fixiert sind. Unser Verhältnis zu den Naturen auf demokratische Weise zu verändern bedeutet, Modelle und Methoden der sozial-ökologischen und Arbeitsbeziehungen in Frage zu stellen. Unser Beitrag wird das Konzept der Arbeits- und Umweltgerechtigkeit im Zusammenhang mit den Prozessen eines „Gerechten Übergangs“ zur demokratischen Nachhaltigkeit kritisch diskutieren. Trotz eines andauernden Prozesses der Annäherung an die Prinzipien der Klimagerechtigkeit läuft die Vision der Gewerkschaften von der Gerechtigkeit für Arbeitnehmer*innen immer noch auf die Verteilung von Kompensationszahlungen für den Verlust von Arbeitsplätzen infolge eines Übergangs nach einem kohlenstoffarmen Übergang hinaus. Wir laden zu einer Erweiterung der Ideen von Sozial-, Umwelt- und Arbeitsgerechtigkeit ein, die auf Rancieres „Methode der (Un-)Gleichheit“ basieren, jenseits von identitärer/gruppenbezogener Anerkennung und Umverteilung von (beliebigen) Systemvorteilen. Da sozio-ökologische und arbeitsrechtliche Ungerechtigkeiten über Ungleichheiten produziert werden, kann ein gerechter Übergang nur ein Übergang aus der ungleichheitlichen Logik der Beziehungen heraus sein – und nicht nur aus fossilen Brennstoffen.
Presenters: Irina Velicu (CES- Uni of Coimbra) Language: English with German translation

Arbeitszeitverkürzung im Degrowth-Kontext: für den Norden oder für alle?
Gegenwärtig konzentrieren sich die meisten Forderungen nach einer Arbeitszeitverkürzung im Degrowth-Kontext auf den Globalen Norden und lassen den Globalen Süden außer Acht. In diesem Beitrag zu den Strategien argumentiere ich, dass die Konzentration auf die Arbeitszeitverkürzung als gemeinsames Interesse der Sozial- und Umweltbewegungen des Nordens und des Südens dazu beitragen könnte, die Sympathie für Degrowth im Globalen Süden zu erhöhen. Um dies zu erreichen, besteht die erste Herausforderung darin, die Arbeitszeitverkürzung im Süden kohärent in das Degrowth-Bezugssystem zu integrieren. Als Versuch einen Beitrag zu diesem Thema zu leisten, untersuche ich einige der Grenzen und Prämissen verschiedener Positionen, die in der akademischen Literatur zur Arbeitszeitverkürzung aus der Degrowth-Perspektive zu finden sind, weise auf einige Widersprüche hin und skizziere einige Empfehlungen, wie diese überwunden werden können.
Presenters: Gabriel Trettel Silva (Modul University Vienna) Language: English with German translation

Kann Arbeitszeitverkürzung den gesellschaftlichen Wandel nachhaltig gestalten?
Eine relevante Eindämmung der Kohlenstoffemissionen folgt auf eine produktivitätsbedingte Arbeitszeitverkürzung: Steigerungen der Arbeitsproduktivität werden in weniger Arbeitsstunden umgewandelt. Wir wenden ein Simulationsmodell an und vergleichen drei Szenarien, um zu dem Schluss zu kommen, dass eine größere Reduzierung der Emissionen zu geringeren Beschäftigungsgewinnen führt.
Presenters: Andre Cieplinski (University of Pisa) Language: English with German translation


[consecutive session]

Den Nahrungsmittelsektor von Wachstum lösen: Wie kann eine demokratische Nahrungsmittelpolitik aufgebaut werden? Teil 2

Das Ernährungssystem stellt einen der wichtigsten Stoff- und Energiekreisläufe auf unserem Planeten dar und liefert die Grundlage unseres Lebens: Nahrung. Diese aufeinander folgende Sitzung verfolgt jedoch einen mehrstufigen und sektorübergreifenden Ansatz. Sie erforscht die Faktoren, die das globale Ernährungssystem auf seinem derzeitigen Kurs festhalten. Wir werden von transformativen Ernährungsinitiativen lernen, die zu dieser Sitzung eingeladen wurden, und ihre Strategien analysieren, um Veränderungen zu erreichen.

Presenters: Julianna Fehlinger (ÖBV-Via Campesina Austria), Daniel Gusenbauer, Elli Jost, Christina Plank, Maria Legner, Lisa Francesca Rail, Carlo Scheuermann, Logan Strenchock, SEKEM (EGY) Cargonomia & Szatyor Association (HU) Nourish Scotland (UK) Landwirtschaft mit Zukunft (CH) Die Freien Bäcker (D/AT/PO/IT) Premium Cola Kollektiv (D)
Max. number of participants: 50
Language: English with German translation


[consecutive session]

Strategies for Feminist Social Ecological Transformations – Part 1

We want to continue existing efforts to structurally embed intersectional feminist perspectives in the degrowth strategies; discourse and action. The speakers will shed a light on their current practical experience from community building; movement activism as well as debates and theory. Together with the participants we want to formulate strategies for feminist social ecological transformations and contribute to a paradigmatic shift of human-nature relations informed by Queer; BIPoC and class-critical theory as well as social movements. With members of FaDA, ZARA, Care Revolution network, Armutskonferenz and Konzeptwerk Neue Ökonomie.

Presenters: Corinna Dengler (Feminisms and Degrowth Alliance (FaDA)), Anna Saave (Feminisms and Degrowth Alliance (FaDA)), Eeva Houtbeckers (Feminisms and Degrowth Alliance (FaDA))
Language: English
Max. number of participants: 30


[workshop]

Multiple challenges of ensuring justice in energy transitions and practices

The workshop will explore on how the concepts of energy sufficiency and energy justice can be translated into practice. In the first part, cases of good and bad practices in terms of energy sufficiency and energy justice will be presented (examples of energy initiatives that include elements of justice, cases of injustices in the field of energy poverty and cases of injustices in transitions of coal mining regions). Then participants will discuss how to implement energy justice in practice.

Presenters: Edina Vadovics (GreenDependent Institute), Richard Filcak (Slovak Academy of Sciences, Institute for Forecasting), Lidija Zivcic (Focus Association for Sustainable Development)
Max. number of participants: 30
Language: English


[workshop]

BGE und Wachstumskritik

Im Workshop wird aufgezeigt, warum ein bedingungsloses Grundeinkommen hilfreich ist für die sozial-ökologische Transformation der Gesellschaft.

Presenters: Dagmar Paternoga (Attac Deutschland)
Max. number of participants: 50
Language: Deutsch

[standard session]
*up to 5000 people*

Mobilität, Transformationsdesign und imperiale Lebensweise

Degrowth und Versuche der Überwindung der imperialen Lebensweise
Eine laufende empirische Arbeit an der Universtität Wien untersucht konkrete Dimensionen des Lebens, nämlich Ernährung (Lebensmittelrettung – Too Good to Go), Wohnen (SchloR – Schöner leben ohne Realgeld), sowie geplante Obsoleszenz (Repaircafé). Gesucht werden Alternativen bzw. Nischen, die zur Überwindung der imperialen Lebensweise hin zu einer solidarischen Lebensweise implizit und/oder explizit beitragen.
Presenters: Andrea Marjanovic (Universität Wien), Jana Hafner (Universität Wien), Walentina Pfug-Hofmayr (Universität Wien), Josef Mühlbauer (Universität Wien) Language: German with English translation

Cars for Future? Zukunftsvorstellungen über (Auto)Mobilität von Seiten technikwissenschaftlicher Akteur*innen
In unserem Vortrag analysieren wir, inwiefern Technikwissenschaftler*innen zur Stabilisierung des automobilen Systems beitragen, andererseits jedoch eine Basis für institutionelle Veränderungen formen und technologische und soziale Korridore für die Transformation bieten können. Dafür verwenden wir theoretische Zugänge aus den Feldern der Transition- und Transformationsforschung sowie Science and Technology Studies und Engineering Studies und führen diese zusammen.
Presenters: Nora Krenmayr (Universität für Bodenkultur, Wien), Esther Wawerda (Konzeptwerk Neue Ökonomie, Leipzig) Language: German with English translation

Framing-Strategien für Nachhaltigkeitspolitik in der Corona-Krise
Ob die Corona-Krise die sozial-ökologische Transformation befördert oder ausbremst ist offen – und daher gestaltbar. Wie können sozial-ökologische Themen jetzt sinnvoll kommuniziert werden – und wie besser nicht? Der kurze Impuls reflektiert diese Fragen mit Rückgriff auf Framing-Theorien.
Presenters: Valentin Sagvosdkin (Cusanus Hochschule; Netzwerk plurale Ökonomik) Language: German with English translation

Selbstexperimente – persönliche Transformation mit Hebelwirkung?
Selbstexperimente bieten eine Möglichkeit nachhaltige Praktiken in einem begrenzten Zeitraum auf ihre Wirkungen und ihre Passung zum restlichen Leben zu testen. Damit sind sie ein leichter Einstieg in die dringend benötigte gesellschaftliche Transformation in Richtung Nachhaltigkeit. Ausgehend von unseren Erfahrungen im Karlsruher Reallabor Quartier Zukunft werden unterschiedliche Formen der Einbettung von Selbstexperimenten in die Forschung; die Praxis und die Hochschulbildung vorgestellt. 
Presenters: Helena Trenks (Karlsruher Institut für Technologie/ Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS))
Language: German with English translation


[workshop]

Behaviour change and system change in the housing sector

How can integrated housing policy achieve decarbonisation while enabling fair access to housing? We invite policy-makers, activists, researchers, and others to take part in an interactive discussion. After short introductions reporting the research underpinning the workshop, participants will join sub-groups on: fair carbon taxes, retrofitting rented housing, and awareness building among the energy poor. A plenary discussion will conclude the workshop. Participants will need to specify the group they want to join upon registration.

Presenters: Kristina Eisfeld (University of Vienna), Michael Friesenecker (University of Vienna), Veronika Kulmer (Joanneum Research), Elisabetta Mocca (University of Vienna), Sebastian Seebauer (Joanneum Research)
Max. number of participants: 15
Language: English


[workshop]

Reseach on Degrowth & Technology: Where to go next in the Post-Corona period?

We will explore the question we raise in the title from different angles. Corona will change our society fundamentally. In the aftermath some will demand for more technology in our lives (e.g. the corona app) while others may see technology even more as the problem (e.g. long distance travelling). Even more so research on Degrowth & Technology needs to be consolidated. We will use life streaming discussions and break-out groups and experiment with other methods – all very much dependent on ICT.

Presenters: Christian Kerschner (Modul University Vienna / Masaryk University Brno), Linda Nierling (Karlsruhe Institute of Technology), Andrea Vetter (Kolleg Postwachstum), Pasi Heikkurinen (University of Leeds, School of Earth and Environment), Melf-Hinrich Ehlers (ETH Zürich, Agricultural Economics and Policy Group)
Max. number of participants: 20
Language: English


[consecutive session]

Strategies for Feminist Social Ecological Transformations – Part 2

We want to continue existing efforts to structurally embed intersectional feminist perspectives in the degrowth strategies; discourse and action. The speakers will shed a light on their current practical experience from community building; movement activism as well as debates and theory. Together with the participants we want to formulate strategies for feminist social ecological transformations and contribute to a paradigmatic shift of human-nature relations informed by Queer; BIPoC and class-critical theory as well as social movements. With members of FaDA, ZARA, Care Revolution network, Armutskonferenz and Konzeptwerk Neue Ökonomie.

Presenters: Bernhard Leubolt (Armutskonferenz), Mike Korsonewski (Care Revolution Network & Konzeptwerk Neue Ökonomie), Anna-Laura Schreilechner (ZARA)
Language: English
Max. number of participants: 30


[workshop]

Kämpfe der Migration und degrowth. Aktuelle Strategien

(Wie) Lassen sich die Kämpfe der Migration mit Debatten um degrowth zusammendenken? Diese Frage möchten wir mit Euch in einem virtuell-interaktiven Workshop anhand der Strategien von Akteur*innen aus Aktivismus, Politik, Verwaltung und Wissenschaft diskutieren. Neben den Entwicklungen seit dem „Sommer der Migration“ 2015 blicken wir auf Handlungsmöglichkeiten in der Corona-Pandemie.

Presenters: Stephan Liebscher (Host) (Freie Universität Berlin), Charlotte Räuchle (Host) (Freie Universität Berlin), Alexander Behr (Presenter) (Afrique Europe Interact)
Max. number of participants: 30
Language: German with English translation

[special session]
*Up to 5000 participants*

Wiener Emigranten auf der Suche nach Alternativen: Degrowth Vordenker André Gorz und Ivan Illich

Die Biographien der Degrowth-Pioniere André Gorz und Ivan Illich weisen einige Parallelen auf. Geboren und aufgewachsen in Wien, mussten sie in den 1930ern aus Wien emigirieren und entwickelten, teilweise im Austausch miteinander, alternative Visionen einer Gesellschaft die nicht auf Wirtschaftswachstum basiert. Silja Samerski und Franz Schandl, die mit beiden in persönlichem Kontakt standen, geben Einblicke in Leben und Werk von Illich und Gorz, und wie sie einander – und Degrowth – beeinflussten.

Presenters: Franz Schandl, Silja Samerski, Alejandra Barrera (WU Wien), Maja Hoffmann (WU Wien), Nina Pohler (Universität für angewandte Kunst Wien)
Language:  German with English translation


[workshop]

Restructuring the Third/Corporate Food Regime: How Farmers and the Public are Transforming Food and Agriculture for the Future – Post-Covid-19

The aim of the virtual workshop is to relate the debate of social-ecological food production and distribution to a degrowth perspective. The workshop is structured in two parts. First, short presentations (5 minutes) will give insight into the different local contexts. Thereupon, prepared questions will be discussed in virtual round tables in a World Café setting (30 minutes). At the end, the main discussion points and findings from the round tables will be presented in plenum (30 minutes).

Presenters: Susan Andreatta (University of North Carolina Greensboro (UNCG), Christina Plank (University of Vienna), Robert Hafner (University of Innsbruck), Lilian Pungas (University of Jena, Junior Research Group Flumen), Mladen Domazet (Institute of Political Ecology, Zagreb), Branko Ancic (Institute for Social Research, Zagreb)
Max. number of participants: 30
Language: English


[workshop]

Well-Use of Values. A game for eco-social initiatives

Our workshop invites eco-socially engaged initiatives to play and discuss a cooperative game that facilitates the process of identifying and communicating their generated (non-financial) values. Building upon frameworks and theories of value generation from multiple fields of eco-social transformations – such as solidarity / queer/ecofeminist / community economies – Well-Use of Values provides an analytical and strategic tool to strengthen eco-social practices and their public recognition.

Presenters: Kris Krois (Free University of Bolzano), Jennifer Schubert (Free University of Bolzano), Noémi Zajzon (Free University of Bolzano), Sandra Antelmann (Free University of Bolzano)
Max. number of participants: 12
Language: English


[workshop]

FairNaWi – ein Degrowth-Konzept und seine Umsetzung

Der Verein FairNaWi hat ein Degrowth-Konzept mit zeitaufwandsbezogenen  Preisen und Löhnen sowie einer fairen Zuteilung von Naturressourcen entwickelt. Dieses wird am Beginn in einem Kurzvideo präsentiert. Nach der Erörterung transformativer Rahmenbedingungen eröffnen wir einen  Möglichkeits- und Erfahrungsraum für „Abenteuer- und Reiselustige“: 6 Personen aus 3 Generationen entwerfen gemeinsam Muster für einen selbstorganisierten Systemwandel. (https://fairnawi.org/pdf/degrowth2020.pdf)

Presenters: Alexandra Reis (Trainerin, Autorin, Kunsttherapeutin), Carmen Frank (Verein FairNaWi), Harald Orthaber (Verein FairNaWi), Harald Kaiser (Verein FairNaWi), Gerhard Frank (Frank Erlebnisdramaturgie GmbH)
Language: German

[panel debate]
*up to 5000 people*

Strategien für globale Solidarität angesichts einer multiplen Krise

Im Zentrum der Diskussion steht eine intensive Auseinandersetzung mit den Diskursen über Dekolonisation und Post-Development im Verhältnis zu Degrowth als zentrale Elemente einer sozial-ökologischen Transformation. Ziel ist es, den Erfahrungsaustausch zwischen den Perspektiven des Globalen Südens und Nordens und die Anwendung konkreter Strategien für die Solidaritätspraxis durch Expert*innen aus Wissenschaft, Aktivismus und Zivilgesellschaft weiter anzuregen.

Facilitator: Antje Daniel – Substitute professor of Development Studies at the Institute of Development Studies, University of Vienna.

Speakers:

  • Imeh Ituen
    Social scientist, human rights and climate activist
  • Mágara Millán
    Sociologist; lecturer at the National Autonomous University of Mexico
  • Alexander Behr
    Political scientist, translator and journalist
  • GODWIN UYI OJO, Executive Director, Environmental Rights Action/Friends of the Earth Nigeria,

Language: English with German translation

[arts & culture]

Guitar music

Yiddish music

by Isabel Frey
Isabel Frey is a Yiddish singer and social justice activist based in Vienna. She specializes in yiddish revolutionary and resistance songs, reviving the tradition of left-wing Jewish activism by connecting it to contemporary political issues.

[arts & culture]

Film and Discussion: Fuera Porta, un grito de lucha

The women of the “V.U.D.A.S” collective take us on the path of their struggle, showing the life and transformation of the neighborhood surrounding the Porta Hnos plant, which began to produce bioethanol illegally since 2012, in Córdoba, Argentina. With a state of use on multiple occasions, a strength outside the judicial manuals and, once again, it is they who defend the territory and health of Córdoba, Argentina. An example of dignity, love, unity and strength.

by Florenica Reynos

Sprache: Spanisch


[arts & culture]

Theater: Role Play

One of the key strategies for degrowth is to transform our colonized imaginaries, for this join us all for a role play of degrowth. Let us imagine ourselves in a degrowth bolo/glomo1 and its micro-center: 500 people live degrowth everyday in a neighborhood linked to a piece of agricultural land. We have a fictive online meeting on the Sunday 31 may at 9PM/21h, take a role(s) putting your name and contact in the 4th column of this table, or register to roleplay@candecreix.site (before saturday 12PM) and join us for 1h fictive but inspiring meeting. To prepare yourself, take a breath and imagine yourself in your role(s), and read the description of our world (based on the work of Neustart Schweiz) and the intro presentation. Register, join the meeting in time, labeling your name with your role. For the roleplay it would be great if you put on some special clothing in relation to your role:)

by Francois Schneider

MONTAG, 1. JUNI - GEMEINSAME STRATEGIEN GESTALTEN UND NACH VORNE BLICKEN

[Panel discussion]
*Up to 5000 participants*

Gutes Wohnen für alle
Strategien für sozial-ökologische Transformationen des Wohnungssektors

Die COVID-19-Krise zeigt einmal mehr, dass Wohnen eine Frage der sozialen Verteilung von Reichtum und Privilegien ist. Die gegenwärtige Situation unterstreicht die Notwendigkeit, ein gemeinsames Verständnis von Strategien zu finden, um eine sozial-ökologische Transformation in Richtung Wachstum im Kontext des Wohnens zu realisieren. Die Überwindung unbezahlbarer, unsozialer und nicht nachhaltiger Wohnungspolitiken und -praktiken in wachsenden Städten erfordert Koalitionen und Netzwerke zwischen Akteuren auf verschiedenen Ebenen.

Facilitator: Verena Wolf (WU Vienna, degrowth Vienna)

Speakers:

  • Gabu Heindl
    (Academy of Fine Arts Vienna, GABU Heindl Architektur)
  • Anton Brokow-Loga
    (Bauhaus Uni Weimar, Postwachstumstadt.de)
  • Francois Schneider
    (Research & Degrowth)
  • _willi hejda
    (4lthangrund)

Language: English with German translation


[workshop]

Shaping Viennas food System

The Vienna food policy council (FPC, Ernährungsrat Wien) constitutes a civil-society platform for the development of an ecologically and socially sustainable food system for the Viennese city-region. As we believe that the creation and strengthening of a resilient and sustainable food system needs a systemic approach, our activities are linked to the creation of an urban food strategy for Vienna together with the City department of Environmental Protection. “Good food for all”-that is what the Vienna Food Policy Council calls for in its vision. Together we want to enable and demand access to good food for all through our platform. In this workshop we will dedicate ourselves to this topic in depth through a short presentation for our work and then move to an online Discussion. We want to address questions like: How can our vision be realized and implemented in concrete terms in Vienna? Which actors, measures, cooperations, etc. are required? How do we foster actors integration (e.g. civil society initiatives / NGOs, established actors, public sector, ..) and integrations of cross-sectoral activities?

Presenters: Isabella Gusenbauer (Ernährungsrat Wien), Charlotte Kottusch (Ernährungsrat Wien)
Max. number of participants: 30
Language: German


[workshop]

Der K(r)ampf um gemeinwohlorientiertes Geld

Im Workshop reflektieren wir das Vorgehen ausgewählter Geldreforminitiativen für „Vollgeld“, digitales Zentralbankgeld, „grüne“ Geldpolitik und ggf. für eine Gemeinwohlbank. Dabei diskutieren wir u. a. Erfolgsfaktoren, Hindernisse und wirkmächtige Hebel- bzw. Kipppunkte in den jeweiligen Bezugskontexten. Damit leistet der Workshop einen Beitrag dazu, Strategien zur sozialen, ökologischen und demokratischen Transformation des bestehenden Geldsystems erfolgsorientiert weiterzuentwickeln.

Presenters: Enrico Schicketanz, M.A. (Universität Wien)
Max. number of participants: 30
Language: German


[standard session]

Practicing Degrowth

A sufficiency assessment: do people think they have enough?
We investigate how individuals think about ‘having enough’ and ‘wanting more’ in the contemporary society on a financial, material and leisure level. Furthermore, we analyze how this relates to people’s relative preference for income versus leisure. Results are based on a Flemish survey (N=1118).
Presenters: Damaris Castro (Ghent University) Language: English

Living degrowth? Investigating degrowth practices through performative methods
Based on recently published research using performative methods Johannes will discuss (i) what it could mean to “live degrowth” by portraying a diverse range of interrelated practices and (ii) attempt to answer how “living degrowth” could be conceptualized as a transformative endeavour.
Presenters: Johannes Brossmann (actinGreen) Language: English

Practice patterns for degrowth
Insights from sociological practice theories, Alexandrian pattern theory, and research on business models conceived as activity systems have been systematically integrated into degrowth research. This integration resulted in a new heuristic device: the ‘practice pattern framework‘ and a corresponding conception of economic activity systems. It allows for comparing and unifying research findings into a consistent format – practice patterns. Practice patterns draw attention towards the functional logic, contextual conditions, requirements, and interrelations organizing human capacity to perform economic activities. Thereby, they facilitate articulating, challenging, transferring, and recombining tacit and dispersed knowledge into actionable knowledge for degrowth.
Presenters: Tobias Froese (ESCP) Language: English

The environmental impact of lifestyles changes, satisfying human needs and grassroots activists
The present work aims to contribute in three major ways- 1) By connecting fundamental human needs by Max-Neef et al to global carbon emissions and their satisfaction. 2) By employing an Environmentally Extended MultiRegional Input-Output (EE-MRIO) to assess the outcomes of massive consumption-related lifestyles changes envisioned by stakeholders via backcasting workshops across Europe. 3) By applying a comprehensive lifestyle survey to assess individual members of sustainability grassroots initiatives and quantify their ability and hindrance to overcome structural constrains to reduce their footprint while enhancing life satisfaction. Our results suggest that initiative members uncover lifestyle features that not only enable lower emissions, but also reconcile emissions with income and well-being.
Presenters: Gibran Vita (Open University of the Netherlands) Language: English

[workshop]
*Up to 5000 participants*

Zwischen Konversion und automobilem Konsens. Ergebnisse eines transdisziplinären Forschungsprojekts zur Rolle von Beschäftigten in der Transformation der österreichischen Autoindustrie

In dieser Special Session werden Ergebnisse des Forschungsprojekts CON-LABOUR präsentiert, das über zwei Jahre die Möglichkeiten und Herausforderungen einer sozial-ökologischen Transformation in der österreichischen Autoindustrie aus Sicht der Beschäftigten und ihrer Vertretungen untersuchte. Wir geben Einblick in die politische Ökonomie der österreichischen Zulieferindustrie und reflektieren über die politischen und institutionellen Rahmenbedingungen für eine gelingende Transformation. Den Hauptteil der Präsentation bieten Einblicke in die Krisen- und Transformationswahrnehmungen der Beschäftigten, die durch qualitative Interviews mit Betriebsräten und Gewerkschaften gewonnen wurden. Wir argumentieren, dass ein Fokus auf Beschäftigte zentral ist, um der Frontstellung zwischen Klimaschutz und der Sicherung von Arbeitsplätzen entgegenzuwirken und die Legitimität für Transformationsprozesse in der Industriebelegschaft zu erhöhen.

Presenters: Melanie Pichler (University of Natural Resources and Life Sciences, Vienna), Markus Wissen (Berlin School of Economics and Law), Nora Krenmayr (University of Natural Resources and Life Sciences, Vienna)
Language: English with German translation


[consecutive session]

Degrowth’s digital presence – moving forward – Part 1

We want to engage various digital degrowth actors in conversation to coordinate their efforts and find constructive ways of moving forward together. Concretely, we will host a consecutive session on degrowth’s digital presence broadly and then focus it on how degrowth.info, degrowth.net, and R&D can (better) support the movement digitally, by dividing goals and task, and strategically using degrowth.info’s upcoming web overhaul.

Presenters: Andro Rilović (degrowth.info), Constanza Hepp (degrowth.info), Joe Herbert, Joëlle Saey-Volckrick, Nick Andrian 
Language: English
Max. number of participants: 30



[workshop]

Solidarity Economy, Economic Democracy and Degrowth

The workshop focuses on the contribution of solidarity economy (SSE) to a degrowth perspective. What are strategies for solidarity economy as an approach to economic democracy and how can linkages between various actors be strenghtened? The workshop aims at fostering a process of strategic reflection taking into account practical international experiences from SSE as well as COVID-19 related challenges, and asks: What are elements of a theory of change towards a degrowth solidarity economy?

Presenters: Drazen Simlesa (RIPESS – Solidarity Economy Europe), Anna Vobruba (Association of Solidarity Economy, Vienna), Andrea*s Exner (Regional Center of Expertise Graz-Styria), Markus Blümel (ksoe, Vienna)
Language: English


[workshop]

„GENerative Communities” – Global Ecovillage Network values

Get inspired through embodied learning of sustainability and regeneration from the experiences of the Global Ecovillage Network (GEN) for a truly sustainable and regenerative life in your own group, organization, neighborhood, village, town or city. The workshop will provide an interactive exchange on the GEN concepts, using the GEN cards, which visualize principles and practices of regenerative living, including various aspects of ecological, social, economic and cultural transformation.

Presenters: Peter Gringinger (GEN, Gaia Education, Greenskills), Orsolya Lelkes (GEN)
Max. number of participants: 25
Language: English


[standard session]

Agriculture, Gardens, Commoning

Rural degrowth futures? Ideas & experiences of a ‘good life’
This presentation examines motivations and experiences of people who moved into rural areas from other (mainly urban) areas, specifically to the remote island of Yakushima in Japan. The aim is to discuss how they shed light to new notions of a good life and living in a de-/post-growth Japan.
Presenters: Sachiko Ishihara (Uppsala University) Language: English

Commoning in community gardens – commoning toward nature?
The presentation explores how the principles of the commons among human beings (reciprocity, mutuality, solidarity) can be broadened toward more-than-human beings through the experiences of an urban garden in Budapest, Hungary created in an action-oriented research.
Presenters: Orsolya Lazanyi (Corvinus University of Budapest | Cargonomia) Language: English

Practices as a basis for strategy formulation: insights from three eco-communities in France and Spain
This paper highlights practices as a key category for strategizing about and enabling socio-ecological transformation towards degrowth. Its insights are derived from ethnographic fieldwork in three eco-communities in Southern France and Catalonia, all oriented towards, broad-speaking, post-capitalist ideals. Rather than concrete utopias to duplicate, it is argued here that paying attention to the empirical fine grain forms a promising basis for larger-scale strategizing.
Presenters: Elisa Schramm (University of Oxford) Language: English

Shaping social-ecological food systems with agroecology
Failing to provide universal access to adequate food within planetary boundaries the global food systems needs a radical transformation. This contribution critically examines dominant reformist approaches and analyses the potentials of agroecology as a strategy for shaping sustainable food systems.
Presenters: Daniel Gusenbauer (Vienna University of Economics and Business (MSc candidate)
Language: English

[Special Session]
*Up to 5000 participants*

Book Presentation:
„Cities of Dignity“ and „Towards a Political Economy of Degrowth“

„Cities of Dignity“ presents seven successful strategies of such urban transformation toward more democratic, sustainable, socially equitable and antipatriarchal relations from below in a series of case studies: the self-determination and organization of slum dwellers in Buhj in India; Black-led urban commons in Birmingham, Jackson, and Detroit in the U.S.; the San Roque popular market in Quito, Ecuador; the 15th Garden food sovereignty network in Syria; the resistance of slum dwellers of Maroko and Mokoko in Lagos, Nigeria; the communitarian currency experimentation in Kenya; and the resistance of Izidora community in Belo Horizonte, Brasil. Many important lessons for social-ecological transformation toward societies that leave the growth imperative behind can be drawn from these seven urban experiences.

How to move forward in an informed way, without reproducing the existing hierarchies and injustices? How not to end up in a situation when ecological sustainability is the prerogative of the privileged, direct democracy is ignorant of environmental issues, and localisation of production is xenophobic? These are some of the questions that have inspired the edited collection „Towards a Political Economy of Degrowth“. Bringing degrowth into dialogue with critical social theories, covering previously unexplored geographical contexts and discussing some of the most contested concepts in degrowth, the book hints at informed paths towards socio-ecological transformation.

Facilitator: Lena Gerdes

Presenters: Mabrouka Mbarek, Stefania Barca, Max Koch, Emanuele Leonardi, Giorgos Velegrakis,

Language: English with German translation


[workshop]

Lasst uns reden: Verschuldung trifft Degrowth

Die Idee des Workshops besteht darin, zwei miteinander verflochtene (internationale) Gemeinschaften näher zusammenzubringen, von denen sich die eine mit Schulden und die andere mit Degrowth befasst, die dieselbe politische Agenda teilen, aber nicht viele Gelegenheiten hatten, ihre gemeinsamen strategischen Debatten voranzubringen. Es ist von wesentlicher Bedeutung, dass wir ein tiefes Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Geld, Wachstum, Umwelt und Ungleichheit entwickeln und bei unseren Bemühungen zusammenarbeiten, Wege für weitere Forschung und Aktionen im Bereich Geld und Finanzen zu identifizieren.

Presenters: Tilman Hartley (ICTA, AUB), Mark Perera (EURODAD), Ajda Pistotnik (EnaBanda Association), TBA (Positive Money)
Max. number of participants: 30
Language: English with German translation


[consecutive session]

Degrowth’s digital presence – moving forward – Part 2

We want to engage various digital degrowth actors in conversation to coordinate their efforts and find constructive ways of moving forward together. Concretely, we will host a consecutive session on degrowth’s digital presence broadly and then focus it on how degrowth.info, degrowth.net, and R&D can (better) support the movement digitally, by dividing goals and task, and strategically using degrowth.info’s upcoming web overhaul.

Presenters: Andro Rilović (degrowth.info), Constanza Hepp (degrowth.info),  Herbert Joëlle Saey-Volckrick, Nick Andrian
Language: English
Max. number of participants: 30


[workshop]

Degrowth of Aviation – Staying Grounded in a Just Way

With the escalating climate crisis and growing climate movement, the climate impact of aviation is being increasingly discussed. Still, its overall impact is downplayed and aviation is not effectively covered by international climate governance. Due to the coronavirus air travel has come to an unexpected halt. A large part of the global aircraft fleet is grounded now, but airlines are already preparing to return to business as usual after the crisis, receiving billions in bailouts from taxpayers‘ money. So how can we make sure that the grounded planes stay on the ground? While it has been clear to the climate justice movement and civil society that “green growth” of aviation is and will be an illusion, clear steps leading to effectively reducing the negative environmental and social impacts of aviation have been missing so far. How can a reduction of aviation and its climate impact be achieved in a just way? To fill this gap, more than 150 experts and civil society participants discussed different measures in July 2019, during the conference “Degrowth of Aviation” in Barcelona. The outcomes of the conference and further discussions led to the publication of a report with the same title. It is aimed to spark more campaigns and policies to tackle aviation’s climate impact in a just way. The workshop will only briefly touch on the general problems of aviation, its climate impact and other environmental and social impacts. During the session we would like to cover all the categories of measures in the „Degrowth of Aviation“ report, present them and evaluate them more in-depth with the participants. We want to discuss questions about the feasibility, effectivity and efficiency of certain measures, as well as questions about justice and transformative potential: do certain measures work within the system or contribute to a certain extent to a systemic change.

Presenters: Manuel Grebenjak (Stay Grounded), Magdalena Heuwieser
Max. number of participants: 30
Language: English


[workshop]

Community Cargobike Sharing: Cargobikes as convivial commons infrastructure

This session will focus on community bike kitchens and cargo bicycle collectives, especially those working to promote the everyday usage of cargobikes for citizens through self organized sharing networks. The session will introduce Cargonomia from Budapest which since 2015 has operated as a DIY bicycle kitchen, self-organized and managed community space and distribution point for locally produced organic vegetable boxes while managing the first community cargobike sharing platform in Hungary.

Presenters: Logan Strenchock (Cargonomia/Central European University)
Max. number of participants: 100
Language: English

[Panel discussion]
*Up to 5000 participants*

Strategien für eine Degrowth-Transformation der Arbeit

Dieses Panel versammelt Expert*innen aus Forschung und Praxis, um Strategien für eine Degrowth-transformierte Arbeit zu diskutieren, wobei das gesamte florierende Degrowth-Repertoire abgedeckt wird: Arbeitszeitverkürzung und Arbeitsteilung, UBI und UBS, soziale Infrastruktur, Genossenschaften, Arbeitnehmer*innenselbstverwaltung, gerechter Übergang und gewerkschaftliche Perspektiven, sektorale Transformation und selektives Degrowth sowie Post- und Carework-Perspektiven. Welche Strategien sind erforderlich um diese Ideen auf die politische Agenda zu bringen und diese Akteur*innen zum Handeln zu bewegen?

Facilitator: Melanie Pichler – Researcher and lecturer at the University of Natural Resources and Life Sciences, Vienna

Speakers:

  • Juliet Schor
    Professor of Sociology, Boston College (USA)
  • Will Stronge
    Researcher in Politics and Philosophy at the University of Brighton; Co-director of the thinktank Autonomy
  • Anna Daimler
    Trade unionist and general secretary of the Austrian „Transport and Service Trade Union“ VIDA
  • Nikolina Rajkovic
    Labour activist and researcher at the Institute for Political Ecology (IPE) in Zagreb, Croatia

Language: English with German translation


 

[consecutive session]

Monetary and financial systems for a degrowth society Part 1

The objective is to equip with and co-create a basic knowledge on the monetary and financial system in a degrowth perspective and to devise strategies for an implementation of practices compatible with a degrowth society. The consecutive session is organized around two sessions and three moments: in session 1 we examine (1) the problems of our current monetary and financial systems in the perspective of degrowth and (2) the proposals for change to those systems in session 2.

Presenters: Ernest Aigner (Institute for Ecological Economics, WU Vienna), David Barmes (Positive Money UK and WU Vienna), Christina Buczko (Academy of the Cooperative for the Common Good), Alfred Eibl (Attac Deutschland), Louison Cahen-Fourot (Institute for Ecological Economics, WU Vienna), Anne Löscher (Department for Pluralist Economics, University of Siegen), Colleen Schneider (Institute for Ecological Economics, WU Vienna)
Language: English
Max. number of participants: 30


[consecutive session]

Strategies for Degrowth Housing Part 1

Alliances of actors and initiatives within the field of housing are essential to creating social and ecological justice. This Consecutive Session thus aims at developing collaborative strategies for social ecological transformation in the field of housing. In the first part of the Consecutive Session, various actors and initiatives in the field of Housing and Commoning and Self-organisation will present their strategies which will be discussed within the framework of the degrowth city (c.f. https://postwachstumsstadt.de).

Presenters:Gudrun Pollak (HabiTat), Constance Weiser (greenskills), Florian Humer (HabiTat), Anton Brokow-Loga (Postwachstumsstadt.de), Francois Schneider (Research & Degrowth), Hannah Mueller (WU Vienna), Lisette von Maltzahn (SEC BOKU Vienna)
Language: English
Max. number of participants: 30


[workshop]

Degrowth und die Kritik am Zins und Geldsystem

Der Workshop wendet sich an Aktive in sozialen Bewegungen, die jenseits von Schlagwort-Debatten wie ‚verkürzte Kapitalismus-Kritik‘ oder ’schaffendes und raffendes Kapital‘ verstehen wollen, warum die Diskussion von Fragen unseres Geldsystems einerseits durchaus ein wichtiger Bestandteil im Ringen um Wege in eine Postwachstumsgesellschaft sein sollte, bei dieser Debatte aber auch erhebliche Gefahren lauern, die auf logischen Fehlschlüssen fußen, aber nichtsdestotrotz in der Geschichte immer wieder verheerende Wirkung entfalteten, z.B. beim Aufstieg des Nationalsozialismus in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts.

Presenters: Stephan Lindner
Language: German
Max. number of participants: 30

[standard session]
* up to 5000 participants*

Resources and Energy

Die Umweltkoalition des Ohio Valley – Strategien zur sozial-ökologischen Transformation
Mein Vortrag konzentriert sich auf Strategien zur sozial-ökologischen Transformation, die von der Ohio Valley Environmental Coalition (OVEC) in West Virginia zum Schutz der Bergökosysteme und der Kultur in den zentralen Appalachen durchgeführt werden. Die OVEC kämpft seit über 30 Jahren erfolgreich gegen Umweltverschmutzer. Die Arbeit der Organisation wird von Freiwilligen/Mitgliedern, Vorstandsmitgliedern, Mitarbeiter*innen und normalen Bürger*innen unterstützt, die das gemeinsame Ziel verfolgen, eine nachhaltige Wirtschaft zu schaffen, die einen ganzheitlichen Lebensstil mit Umweltschutz verbindet. Gegenwärtig besteht die Hauptarbeit der OVEC im Widerstand gegen den Appalachian Storage Hub (ASH/petrochemischer Komplex) und im Beharren auf dem Aufbau erneuerbarer Energiequellen. Der thematische Schwerpunkt meines Vortrags ist die Förderung einer saubereren und sichereren Energie, die für den Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft in den zentralen Appalachen unerlässlich ist. Ein Großteil der Arbeit des OVEC befasst sich mit der Bewältigung des Klimawandels durch den Schutz von Luft, Land, Wasser und Gemeinden vor Öl- und Gasbohrungen (Fracking) in tiefem Schiefergestein.
Presenters: Ida Day (Marshall University, Huntington, WV) Language: English with German translation

Faire Kohlenstoff-Budgets und faires Zählen als Hebel für Degrowth
Die Pariser Verpflichtungen machen die Unvermeidbarkeit von Verbrauchsreduzierungen für wohlhabende Gesellschaften unbestreitbar, wenn wir 3 nicht-radikale Forderungen kombinieren: 1) gleichwertige Pro-Kopf-Zuteilung des globalen Kohlenstoffhaushalts, 2) Berücksichtigung des Kohlenstoff-Fußabdrucks der Importe/Exporte, 3) keine Abhängigkeit von noch nicht erprobten Technologien.
Presenters: Jefim Vogel (Sustainability Research Institute, University of Leeds) Language: English with German translation

Designmuster für Degrowth-Informationsnetzwerke
Wie könnten wir eine „degrowth“-Informationsinfrastruktur designen, die die schnelle, gesellige globale Koordination ermöglicht, die wir dringend brauchen, und gleichzeitig die Würde, Souveränität und Autonomie, die wir uns wünschen, respektieren und stärken? Ein Überblick über vielversprechende neue Designs, Technologien, offene Fragen und Herausforderungen.
Presenters: Don Blair (Edge Collective) Language: English with German translation


[consecutive session]

Monetary and financial systems for a degrowth society Part 2

The objective is to equip with and co-create a basic knowledge on the monetary and financial system in a degrowth perspective and to devise strategies for an implementation of practices compatible with a degrowth society. The consecutive session is organized around two sessions and three moments: in session 1 we examine (1) the problems of our current monetary and financial systems in the perspective of degrowth and (2) the proposals for change to those systems in session 2.

Presenters: Ernest Aigner (Institute for Ecological Economics, WU Vienna), David Barmes (Positive Money UK and WU Vienna), Christina Buczko (Academy of the Cooperative for the Common Good), Alfred Eibl (Attac Deutschland), Louison Cahen-Fourot (Institute for Ecological Economics, WU Vienna), Anne Löscher (Department for Pluralist Economics, University of Siegen), Colleen Schneider (Institute for Ecological Economics, WU Vienna)
Language: English
Max. number of participants: 30


[consecutive session]

Strategies for Degrowth Housing Part 2

This the second part of the Consecutive Session on Strategies for Degrowth Housing. Part two will provide room for discussing the various strategies presented in the first part – what are common grounds, where are possibilities for collaboration, and which are necessary framework conditions to achieve transformation?

Presenters: Gudrun Pollak (HabiTat), Constance Weiser (greenskills), Florian Humer (HabiTat), Anton Brokow-Loga (Postwachstumsstadt.de), Francois Schneider (Research & Degrowth), Hannah Mueller (WU Vienna), Lisette von Maltzahn (SEC BOKU Vienna)
Language: English


[workshop]

Tracing Strategies and Social Theories of Change of Communities of Practice in the Agri-Food System

Worldwide agri-food system(s) are under great pressure to transform in hindsight of the many well-documented anthropogenic issues as well as socio-economic problems. This workshop aims to map ongoing initiatives of communities of practice directed towards social-ecological transformation(s) of the agri-food system. Fostering a lively exchange on the experiences with different applied strategies, we want to uncover social theories of change and their emancipatory and transformative potential.

Presenters: Ariane Götz (University of Kassel), Karen Schewina (Goethe University Frankfurt am Main)
Max. number of participants: 20
Language: English


[workshop]

Degrowth Feminism: Strategies for Everyday Practices

The workshop seeks to counteract the sense of political depression by emphasizing the political relevance of everyday practices for degrowth, earthly survival, and future planetary wellbeing. The workshop sets out to repoliticize the feminist slogan of “the personal is political” and redefines this collectively for degrowth feminism and its eco-justice goals for liberation from the economic growth regime. The woman-nature nexus that has been at the core of the patriarchal ideology of modernity, will be re-examined to foreground the inseparability of humans and nature. (Female) bodies and nature as linked sites of feminist struggles and practices for eco-social justice offer a perspective on the profound interconnectedness of bodies and the environment, as our bodies are our environment, which we touch, breathe, ingest, and share. Degrowth feminism focuses on the reproductive crisis and the multiple interlocking crises of care as diagnosed by Marxist feminist and activist Silvia Federici. In particular, the interest is on promoting intersectional social and environmental justice by paying close attention to the racial, gendered, and classed politics of reproduction and care as highlighted by decolonial feminist and activist Françoise Vergès. The workshop “Degrowth Feminism: Strategies for Everyday Practices” will write a collective manifesto bringing together consciousness strategies and practices. We will employ an online tool so we can write collectively. The workshop facilitators will prepare quotes by thinkers and theorists like Vandana Shiva, Chaone Mallory, Françoise Vergès, and the Feminisms and Degrowth Alliance. Workshop participants can receive the quotes in advance to find inspiration for the collective writing process.

Presenters: Elke Krasny (‚Academy of Fine Arts Vienna), Sophie Lingg (Academy of Fine Arts Vienna), Magdalena Fritsch (Academy of Fine Arts Vienna), Claudia Lomoschitz (Academy of Fine Arts Vienna)
Max. number of participants: 15
Language: German

[Panel discussion]
*Up to 5000 participants*

Heute – Morgen: Reflexionen über die Konferenz & wie Weitergehen

 

Das Ziel der Konferenz „Degrowth Vienna 2020“ ist die Integration von Fachwissen und aussichtsreiche Strategien für eine sozial und ökologisch gerechte Transformation. Dieses Panel soll die vielfältigen Facetten zusammenbringen der Konferenz durch das Nachdenken über Höhepunkte, Lehren und Unzulänglichkeiten. Im zweiten Teil des Panels wird erörtert, wie man vorwärts. Die Strategie, das Wie, auf die Tagesordnung des Wachstums setzen Bewegung wird Fragen nach möglichen Neuausrichtungen oder neuen Richtungen für die Bewegung. Darüber hinaus werden wir als nächstes konkrete Schritte zu unternehmen und darüber nachzudenken, wie diese Erkenntnisse in unsere Arbeit einfließen können, Organisieren und Aktionen.

Facilitator:  Christian Kerschner – Assistant Professor at Modul University Vienna

Speakers:

  • Viviana Asara
    Assistant Professor, Institute for Multi-Level Governance and Development, WU Vienna
  • Nina Treu
    Konzeptwerk Neue Ökonomie, Leipzig (Germany)
  • Tonny Nowshin
    Degrowth and climate justice activist
  • Halliki Kreinin
    Teaching and Research Associate, Ecological Economics Institute, WU Vienna

Language: English with German translation

[arts & culture]

DJane

Antonia XM
ANTONIA XM is a DJ, musician and the curator of the label Ashida Park. She is an integral part of viennese alternative club culture.